Sechs Tage im Eis: Ukrainische Rettungstaucher stoppen Leck bei -15 Grad.
Extremeinsatz unter Wasser
Nach Angaben von TSN.ua: Bei eisigen Temperaturen von bis zu minus 15 Grad Celsius führten Taucher des ukrainischen Notfalldienstes (DSNS) einen schwierigen Unterwassereinsatz durch. Ihr Auftrag: Ein Leck an einer Rohrleitung im Heizkraftwerk von Kiew zu schließen, das die Wärmeversorgung der Stadt gefährdete. Die extremen Bedingungen erschwerten die Reparaturarbeiten erheblich. Der gesamte Einsatz dauerte sechs Tage, in denen die Retter unter widrigsten Umständen arbeiteten.
Lage der Wärmeversorgung in Kiew
Aktuell, Stand 22. Januar, sind in der ukrainischen Hauptstadt noch weniger als 3.000 Wohnhäuser ohne Heizung. Immerhin konnten am Vortag 270 Gebäude wieder an das Netz angeschlossen werden – ein direktes Ergebnis der erfolgreichen Arbeit der Taucher und anderer Einsatzkräfte. Innenminister Ihor Klymenko dankte den Spezialisten für ihren hohen Professionalismus und ihre Hingabe bei der Bewältigung dieser schwierigen Aufgabe.
Für ihren Mut und ihre Professionalität während der Leckortung wurden mehrere DSNS-Mitarbeiter ausgezeichnet:
- Den Orden „Für Mut“ III. Klasse erhielten Artem Orlov, Denys Frolov und Mykhailo Khyzhnjak.
- Andrij Wlassenko wurde mit dem Orden von Danylo Halyzkyj geehrt.
- Anton Hajtan bekam die Medaille „Verteidiger des Vaterlandes“ verliehen.
Diese Ehrungen unterstreichen die Bedeutung und die enorme Herausforderung der Arbeiten unter extremen Temperaturbedingungen.
Die Situation der Fernwärmeversorgung in Kiew bleibt angespannt. Die erfolgreiche Abdichtung des Lecks im Kraftwerk war jedoch ein entscheidender Schritt, um die Lebensbedingungen der Stadtbewohner im Winter zu sichern. Die Auszeichnungen für die Einsatzkräfte bezeugen ihren hohen Fachstandard und ihre Bereitschaft, auch unter gefährlichen Bedingungen in Notlagen zu helfen.
Lesen Sie auch
- Nach Angriff auf Kiew: Ukraine beantragt Dringlichkeitssitzung im UN-Sicherheitsrat – drei Tote, 91 Verletzte
- Kiew nach Raketenangriff: Innenminister nennt Zahl der Vermissten
- Ukraine: Innenministerium gibt grünes Licht für Gesetz zur Entkriminalisierung von Pornografie
- Neue Sicherheitsprotokolle: Wie der Anschlag in Lwiw die Notdienste verändert hat
- 22 Polizisten bei Drohnenangriff auf Revier in Schostka verletzt
- Gerechtigkeit als Grundpfeiler: Getmanzew fordert Ende der Mobilisierungsprivilegien

