Lehrergehälter steigen ab 2026 deutlich – doch sechs Kommunen hinken hinterher.
Neue Gehaltsregelung für ukrainische Lehrkräfte tritt in Kraft
Nach Angaben von Novyny.live: Seit dem 1. Januar 2026 erhalten Pädagogen in der Ukraine deutlich höhere Bezüge. Ihre Gehälter sind in allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, in Vorschulen sowie in Einrichtungen der außerschulischen Bildung um 30 Prozent gestiegen. Diese deutliche Anhebung geht auf einen Kabinettsbeschluss zurück, für den Ende 2025 insgesamt 92 Milliarden Hrywnja bereitgestellt wurden. Die Maßnahme soll die Attraktivität des Lehrerberufs steigern und die Qualität des Bildungssystems langfristig sichern.
Dennoch kommt es in einigen Regionen zu Problemen bei der Umsetzung. In sechs von insgesamt 1.450 Kommunen wurden die Gehälter entweder verspätet oder ohne die vorgesehenen Zuschläge ausgezahlt. Der ukrainische Bildungsminister Oksen Lisowyj bestätigte diese Verzögerungen und erklärte:
„Wir wissen, dass in sechs von 1.450 Kommunen im Land das Gehalt nicht fristgerecht oder nicht mit den Aufschlägen gezahlt wurde.“ - Oksen Lisowyj
Welche Bildungseinrichtungen profitieren?
Von der Gehaltserhöhung profitieren Lehrkräfte in verschiedenen Bereichen des Bildungswesens. Dazu zählen insbesondere:
- Allgemeinbildende Schulen
- Einrichtungen der außerschulischen Bildung
- Vorschulen und Kindergärten
- Berufsschulen und Fachkollegs
Die deutliche Gehaltssteigerung ist ein wichtiges Signal der Wertschätzung für die pädagogische Arbeit. Umso dringender muss nun sichergestellt werden, dass die vereinbarten Summen auch tatsächlich und pünktlich bei allen Beschäftigten ankommen. Die aktuellen Verzögerungen in den sechs Kommunen zeigen, dass die Finanzierungswege noch nicht überall reibungslos funktionieren.
Pünktliche und verlässliche Gehaltszahlungen sind eine Grundvoraussetzung für die Motivation der Lehrkräfte und die Stabilität des gesamten Bildungssystems. Die jetzt aufgetretenen Probleme unterstreichen, wie wichtig eine effiziente und transparente Verteilung der bereitgestellten Mittel auf lokaler Ebene ist. Die Lösung dieser Schwierigkeiten wäre ein weiterer Schritt, um die angestrebten Verbesserungen in der ukrainischen Bildungspolitik flächendeckend wirksam werden zu lassen.
Lesen Sie auch
- Nachprüfung in Mathe beim NMT möglich – Abschaffung aber vom Tisch: Stellungnahmen von Lisovyi und Budnyk
- Mathe bleibt Pflicht: Ukrainischer Bildungsminister stellt sich gegen Abschaffung im Hochschultest
- Bildungsminister bezeichnet Forderung nach Abschaffung von Mathe im Zulassungstest als absurd – Hintergründe
- Mathe raus aus dem Pflichtprogramm? Der umstrittene Gesetzesentwurf zum ukrainischen Hochschulzugangstest
- Sorge um Verteidigungsfähigkeit: Journalistin warnt vor geplanter Streichung von Mathe aus dem NMT
- Abwahl des Bildungsministers Lisovyi zeichnet sich ab: Das sind die Hintergründe

