Dnister-Verschmutzung nach russischem Angriff: Phosphat- und Ölwerte überschritten.
Wasserverschmutzung im Dnister
Nach Angaben von Novyny.live: Nach einem Raketen- und Drohnenangriff Russlands auf das Wasserkraftwerk am Dnister wurde eine lokale Verunreinigung des Flusses und des Dnister-Limans in der Region Odessa festgestellt. Die Messungen ergaben erhöhte Konzentrationen von Phosphaten und Erdölprodukten. Um eine weitere Ausbreitung der Schadstoffe zu verhindern, überwachen Umweltbehörden die Lage kontinuierlich.
Ausmaß der Verschmutzung und ergriffene Maßnahmen
Die Schadstoffflecken erstrecken sich schätzungsweise über eine Länge von etwa 6 Metern und eine Breite von bis zu 70 Metern. Um die Ausbreitung der Schadstoffe im Flussbett und nahe dem Wasserentnahmekanal von Odessa einzudämmen, wurden Sperren (sogenannte Bome) installiert. Diese Maßnahme dient dem Schutz der Wasserressourcen und der Sicherheit der Bevölkerung.
Zudem bereitet der Zustand des Schleusendamms „Repida“ am 97. Kilometer der Donau Sorgen. Die Schutzschicht der Böschung des Flussbetts ist beschädigt, und die Dammabdeckung weist auf einer Länge von rund 60 Metern Schäden auf. Die Dammberme hat eine Breite von 11 Metern, wovon 8 Meter unterspült wurden. Dies erhöht die Risiken für das Ökosystem und die Menschen, die auf Wasser aus artesischen Brunnen angewiesen sind.
- Fast 100.000 Menschen beziehen ihr Wasser aus diesen Brunnen.
- Im Dnister wurde zudem eine Verunreinigung mit technischen Ölen festgestellt, deren Auswirkungen bis nach Moldau reichen, wo bereits Maßnahmen zur Bekämpfung der Ölverschmutzung im Fluss eingeleitet wurden.
Die Umweltbehörden setzen ihre Überwachung fort, um notwendige Schritte zur Verbesserung der Wasserqualität und zum Schutz der öffentlichen Gesundheit einzuleiten.
Dieser Vorfall unterstreicht die Bedeutung der Wasserqualitätskontrolle in Flüssen, da Verschmutzungen erhebliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und den Zustand des gesamten Ökosystems haben können.
Umweltexperte
In Zeiten des Krieges und ständiger Bedrohungen wie Raketenangriffen ist ein angemessener Schutz der Wasserressourcen und eine schnelle Reaktion auf mögliche Umweltkatastrophen von großer Bedeutung. Die Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und den Nachbarländern ist für die Bewältigung von Wasserverschmutzungsproblemen, die transnationale Folgen haben können, von entscheidender Bedeutung.
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