Europa soll seine Luftabwehr selbst bauen: Selenskyj-Appell auf dem JEF-Gipfel.
Rede von Wolodymyr Selenskyj vor den JEF-Staatschefs
Nach Angaben von Novyny.live: Beim Gipfeltreffen der Joint Expeditionary Force (JEF) in Helsinki forderte der ukrainische Präsident die europäischen Nationen auf, künftig Flugabwehrsysteme und dazugehörige Raketen eigenständig zu produzieren. Nur so könne man langfristig Vertrauen in die eigene Verteidigungsbasis gewinnen. Für die Ukraine sei es überlebenswichtig, über wirksame Abwehrmaßnahmen gegen Drohnen, Marschflugkörper und ballistische Raketen zu verfügen – insbesondere angesichts der anhaltenden Bedrohung durch russische Geschosse.
Neue Kooperationsansätze und Initiativen
Selenskyj betonte, dass sein Land sämtliche Kategorien von Luftverteidigungssystemen benötigt. In seiner Rede hob er zudem die PURL-Initiative hervor, die auf eine Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeiten abzielt. Der ukrainische Staatschef erklärte:
'Wir dürfen uns nicht auf die Rüstungsindustrie anderer Partner verlassen. Wir müssen auf unsere eigene Basis hier in Europa vertrauen können. Bitte setzen wir diese Arbeit fort und beschleunigen wir sie.' Wolodymyr Selenskyj
Darüber hinaus bekundete Selenskyj die Bereitschaft der Ukraine, Vollmitglied der JEF zu werden. Der bereits erreichte Status eines erweiterten Partners in Oslo unterstreiche den Willen Kiews, sich noch intensiver an europäischen Sicherheitsinitiativen zu beteiligen. Diese Schritte verdeutlichen, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen den europäischen Staaten für Stabilität und Sicherheit in der Region ist. Insgesamt unterstreicht Selenskyjs Auftritt die wachsende Dringlichkeit, die europäische Verteidigungsfähigkeit angesichts moderner Bedrohungen auszubauen.
Die Aussagen des ukrainischen Präsidenten auf dem JEF-Gipfel spiegeln den zunehmenden Druck wider, die Verteidigungskapazitäten Europas zu stärken. Mit dem Fokus auf eine unabhängige Produktion von Abwehrsystemen macht er deutlich, dass Europa nicht länger auf externe Lieferanten angewiesen sein darf. Diese Entwicklung könnte nicht nur der Sicherheit der Ukraine dienen, sondern auch zur Stabilität des gesamten europäischen Raums beitragen – besonders vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Spannungen.
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