Neue Besoldungsordnung für Polizisten in Kraft: Das ändert sich bei den Gehältern.
Ukraine reformiert Vergütung der Polizeikräfte: Kernpunkte des neuen Gesetzes
Nach Angaben von Novyny.live: Ein neues Gesetz zur Neuordnung der Polizeibezahlung ist nun offiziell in Kraft. Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj unterzeichnete die entsprechende Vorlage, die zuvor am 10. Juni vom Obersten Rat der Ukraine, der Werchowna Rada, verabschiedet worden war. Mit der Novelle wird Artikel 94 des Gesetzes 'Über die Nationalpolizei' grundlegend überarbeitet, um frische Regelungen für die Entlohnung der Ordnungshüter zu schaffen. Damit reagiert der Gesetzgeber auf langjährige Forderungen nach einer transparenteren und leistungsgerechteren Bezahlung.
Die neue Regelung legt fest, dass das Mindestgrundgehalt eines Polizisten nicht unter dem Zehnfachen des gesetzlichen Existenzminimums liegen darf. Die Gesamtvergütung setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen:
- dem Grundgehalt für die Dienststellung,
- einem Zuschlag für den jeweiligen Dienstgrad,
- einer Dienstzeitprämie,
- Vergütungen für den Umgang mit Staatsgeheimnissen,
- Zulagen für einen akademischen Grad oder einen Professorentitel,
- sowie leistungsabhängigen Prämien.
Die Höhe der jährlichen Prämienzahlungen ist jedoch gedeckelt: Sie darf maximal 30 Prozent des jeweiligen Grundgehalts betragen.
Staffelung der Dienstalterszulagen
Ein besonderes Augenmerk legt das Gesetz auf die Erfahrungszulagen. Diese staffeln sich nach der Dienstzeit und liegen zwischen 5 und 50 Prozent des Grundgehalts. Die genaue Abstufung sieht wie folgt aus:
- zwischen 1 und 2 Dienstjahren: 5 Prozent,
- zwischen 2 und 4 Jahren: 10 Prozent,
- zwischen 4 und 7 Jahren: 15 Prozent,
- zwischen 7 und 10 Jahren: 20 Prozent,
- zwischen 10 und 13 Jahren: 25 Prozent,
- zwischen 13 und 16 Jahren: 30 Prozent,
- zwischen 16 und 19 Jahren: 35 Prozent,
- zwischen 19 und 22 Jahren: 40 Prozent,
- zwischen 22 und 25 Jahren: 45 Prozent,
- ab 25 Dienstjahren: 50 Prozent des Grundgehalts.
Die maximale Zulage von der Hälfte des Grundgehalts erhalten somit die erfahrensten Kräfte mit einer Dienstzeit von mehr als 25 Jahren.
Die Reform regelt zudem die Besoldung von Polizisten, die im Ausland eingesetzt werden. Auch für Beamte, die vorübergehend an andere staatliche Stellen abgeordnet sind, gelten nun spezifische Vorschriften. Ziel dieser Neuerungen ist es, ein gerechteres und nachvollziehbareres Vergütungssystem zu etablieren, das die Wertschätzung für den Polizeiberuf steigern soll.
Mit der Anpassung der Polizeibezahlung unternimmt die ukrainische Regierung einen weiteren Schritt, um die Arbeitsbedingungen der Strafverfolgungsbehörden zu verbessern. Dies könnte sich langfristig positiv auf die Motivation und die Effizienz der Beamten auswirken.
Durch die Kopplung des Mindestgehalts an das Existenzminimum und die Einführung einer gestaffelten Dienstalterszulage soll das soziale Ansehen der Polizisten in der Gesellschaft gestärkt werden. Die Maßnahme gilt als wichtiger Baustein zur Modernisierung des gesamten Sicherheitsapparates und zielt darauf ab, das Vertrauen der Bürger in die Polizei zu erhöhen.
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