Gold verliert an Wert: Starker Dollar und hohe Ölpreise drücken den Kurs.

Gold verliert an Wert: Starker Dollar und hohe Ölpreise drücken den Kurs
Gold verliert an Wert: Starker Dollar und hohe Ölpreise drücken den Kurs

Marktdynamik belastet den Goldpreis

Nach Angaben von TSN.ua: Der Goldpreis ist deutlich unter Druck geraten. Die Spotnotierung für das Edelmetall fiel um 0,9 Prozent auf 5.124,48 US-Dollar je Unze. Als Haupttreiber für den Rücksetzer gelten zwei Faktoren: der kräftige Anstieg des US-Dollars und die hohen Ölpreise. Da das schwarze Gold die Marke von 100 Dollar je Barrel überstieg, verlagerte sich das Interesse einiger Anleger. Zudem gewann der Dollar gegenüber anderen Währungen an Stärke; der Bloomberg Dollar Spot Index legte um 0,4 Prozent zu, nachdem er in der Vorwoche bereits 1,3 Prozent zugelegt hatte. Ein robuster Dollar macht Gold für Halter anderer Währungen teurer und dämpft somit die Nachfrage.

Trotz dieses aktuellen Rückgangs hatte Gold in der vergangenen Woche insgesamt eine positive Entwicklung gezeigt und war um mehr als 3 Prozent gestiegen. Auch andere Edelmetalle konnten in diesem Zeitraum zulegen:

  • Der Silberpreis stieg um 2,4 Prozent auf 96 Dollar je Unze,
  • Platin gewann 1,7 Prozent,
  • Palladium verbuchte ein Plus von über 3 Prozent.

Dies deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach Edelmetallen als sichere Häfen insgesamt robust bleibt, auch wenn die Märkte kurzfristig schwanken.

Geopolitische Spannungen als Unsicherheitsfaktor

Vor dem Hintergrund der angespannten wirtschaftlichen Lage sorgten zudem politische Äußerungen für Aufmerksamkeit. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump ließ verlauten:

«Die Schläge werden so lange weitergehen, bis die gesetzten Ziele erreicht sind.» - Donald Trump

Solche Aussagen können als Indikator für politische Faktoren gewertet werden, die den Edelmetallmarkt beeinflussen. Gleichzeitig erklärte der iranische Vertreter Ali Laridschani, dass „Teheran keine Verhandlungen mit den USA führen“ werde. Solche geopolitischen Spannungen bergen stets das Potenzial, die ohnehin nervösen Ölmärkte weiter anzuheizen und damit indirekt auch die Edelmetalle zu bewegen.

Der aktuelle Preisrückgang bei Gold ist somit das Ergebnis mehrerer zusammenhängender Faktoren. Der starke Dollar und hohe Ölpreise verändern das Anlegerverhalten. In unsicheren Zeiten gelten Edelmetalle traditionell als werterhaltende Anlageklasse. Die gegenwärtige Marktphase zeigt, wie sensibel die Kurse auf wirtschaftliche Daten und politische Schlagzeilen reagieren. Sollten die geopolitischen Risiken, etwa im Verhältnis zwischen den USA und dem Iran, weiter zunehmen, ist mit anhaltender Volatilität sowohl bei den Öl- als auch bei den Goldpreisen zu rechnen.


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