Britische Wettbewerbshüter nehmen Ryanair wegen Sitzplatzgebühren für Familien ins Visier.

Britische Wettbewerbshüter nehmen Ryanair wegen Sitzplatzgebühren für Familien ins Visier
Britische Wettbewerbshüter nehmen Ryanair wegen Sitzplatzgebühren für Familien ins Visier

Ermittlungen gegen Ryanair wegen Gebührenpraxis

Nach Angaben von Novyny.live: Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) hat ein Verfahren gegen die Fluggesellschaft Ryanair eingeleitet. Grund sind die zusätzlichen Kosten, die Familien mit Kindern beim Buchen von Sitzplätzen entstehen. Die Behörde prüft nun, ob diese Gebühren mit den Verbraucherschutzregeln vereinbar sind. Im Schnitt verlangt Ryanair 9,25 Euro pro Flug für die Sitzplatzwahl von Eltern mit Kindern – eine Praxis, die bei Reisenden auf Kritik stößt.

Ryanair ist die größte europäische Billigfluggesellschaft und zugleich das einzige große Unternehmen dieser Art, das auf Flügen ab Großbritannien solche Gebühren erhebt. Nach den hauseigenen Vorschriften muss bei Kindern zwischen 2 und 11 Jahren mindestens ein Elternteil oder Erziehungsberechtigter neben ihnen sitzen. Diese Regelung macht die Gebührenpolitik für betroffene Familien besonders relevant.

Als Reaktion auf die Untersuchung bezeichnete Ryanair die Vorwürfe als

fiktiv
und betonte, dass die
Familienplatzierungsrichtlinie vollständig mit allen geltenden Gesetzen und Vorschriften übereinstimmt
. Damit signalisiert das Unternehmen, seine Position in der laufenden Prüfung entschlossen zu verteidigen.

Ryanair baut Streckennetz aus

Trotz des laufenden Verfahrens treibt Ryanair den Ausbau seines Streckennetzes weiter voran. Die Airline eröffnet aktiv neue Verbindungen – ein klares Zeichen, dass sie ihre Wettbewerbsfähigkeit im Luftverkehrsmarkt erhalten will. Diese Expansion könnte helfen, mögliche finanzielle Einbußen aus der Untersuchung abzufedern.

Schließung des Berliner Standorts

Parallel zu diesen Entwicklungen kündigte Ryanair die Schließung seiner Basis in Berlin an. Diese Maßnahme tritt am 24. Oktober 2026 in Kraft. Hintergrund dürften neue strategische Überlegungen des Konzerns sein, denn der Luftverkehrsmarkt wird zunehmend umkämpfter.

Ryanair steht also nicht nur wegen der Sitzplatzgebühren für Familien im Fokus der Öffentlichkeit, sondern passt sich auch laufend an die Marktveränderungen an – trotz der aktuellen Herausforderungen. Die CMA-Untersuchung könnte weitreichende Folgen für das Geschäftsmodell der Airline haben, falls die Ergebnisse zu einer Anpassung der Tarifpolitik führen. Gleichzeitig zeigt die Eröffnung neuer Routen, dass das Unternehmen seine Position im europäischen Luftverkehrsmarkt trotz innerer und äußerer Schwierigkeiten behaupten will.


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