Kohlpreise auf historischem Tiefstand: Was steckt hinter dem Sturz?.
Weißkohl wird so billig wie nie zuvor
Nach Angaben von TSN.ua: In der Ukraine sind die Preise für Weißkohl auf einen historischen Tiefpunkt gefallen. Wie die tägliche Marktbeobachtung zeigt, verbilligte sich das Gemüse über das Wochenende um durchschnittlich 21 Prozent. Aktuell bieten Landwirte Weißkohl im Großhandel für 3 bis 9 Griwna pro Kilo an – umgerechnet etwa 0,07 bis 0,20 US-Dollar. Damit liegen die Preise rund 84 Prozent unter dem Niveau des gleichen Zeitraums im Vorjahr.
Ursachen für den Preisverfall
Zum Vergleich: Anfang April 2025 kostete Weißkohl noch 35 bis 42 Griwna pro Kilo (0,80 bis 0,96 US-Dollar). Der drastische Rückgang hat mehrere Gründe, darunter die allgemeine Lage auf dem Agrarmarkt. Interessant ist, dass die weltweiten Lebensmittelpreise im letzten Jahrzehnt um 10 bis 30 Prozent gestiegen sind.
Der Experte Mychajlo Nepran sagt für die Ukraine einen durchschnittlichen Preisanstieg von 10 bis 20 Prozent bei Lebensmitteln voraus – das könnte die weitere Entwicklung am Markt beeinflussen.
Verbraucher können also noch von den günstigen Angeboten für Weißkohl profitieren, bevor die Preise möglicherweise wieder anziehen.
Der Preisrutsch bei Weißkohl spiegelt die aktuelle Lage in der ukrainischen Landwirtschaft wider: Die Erzeuger kämpfen mit schwacher Nachfrage und einem Überangebot. Saisonale Effekte bei der Ernte und die gesamtwirtschaftliche Situation im Land spielen hier ebenfalls eine Rolle. Wer über einen Kauf nachdenkt, sollte die Prognose des Experten im Hinterkopf behalten – eine baldige Teuerung könnte die Entscheidung für den kurzfristigen Einkauf beeinflussen.
Lesen Sie auch
- Neue Regeln für die Mitarbeiter-Freistellung: Diese Mindestgehälter müssen Unternehmen jetzt zahlen
- Ukrainische Sonnenblumenpreise im Sinkflug: Nachfrage lässt nach
- Neue Steuer auf Pakete aus dem Ausland kommt dieses Jahr nicht – das steckt dahinter
- Lehrergehälter im Sommer 2026: Diese Beträge erhalten Pädagogen in den Ferien
- Rekordverlust: Russland verliert täglich 400.000 Barrel Öl durch ukrainische Drohnenangriffe
- Fang der Donau-Garnele in Wylkowe gestartet: Was über die invasive Art bekannt ist

