Puten-Eier: Warum sie im Handel eine Rarität bleiben.

Puten-Eier: Warum sie im Handel eine Rarität bleiben
Puten-Eier: Warum sie im Handel eine Rarität bleiben

Putenfleisch im Trend – die Eier fehlen

Nach Angaben von TSN.ua: In Ländern wie den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien und Irland erfreut sich Putenfleisch großer Beliebtheit. Der Grund: Die Tiere sind größer als Hühner und liefern mehr Brustfleisch. Doch während das Fleisch regelmäßig auf den Tisch kommt, sucht man die Eier der Pute im Supermarkt vergeblich. Sie sind für die meisten Verbraucher praktisch unbekannt.

Die Gründe für die Marktnische

Dass Puten-Eier keine Massenware geworden sind, hat mehrere handfeste Ursachen:

  • Puten legen deutlich langsamer Eier als Hühner. Sie erreichen das Legealter erst nach etwa sieben Monaten.
  • Die Produktion ist wesentlich teurer. Damit sich die Haltung für Landwirte lohnt, müsste ein Dutzend Puten-Eier für rund 1600 Hrywnja (etwa 40 Euro) verkauft werden.
  • Ein Puten-Ei enthält fast doppelt so viele Kalorien und Fette wie ein Hühnerei, aber dreimal so viel Cholesterin – ein weiterer Faktor, der die Nachfrage bremst.
Der Experte Kimmon Williams erklärt: 'Puten haben einen längeren Lebenszyklus.'

Das bestätigt, dass Aufzucht und Eierproduktion mehr Zeit und Ressourcen erfordern. Das schlägt sich in Verfügbarkeit und Preis nieder. So bleibt das Puten-Ei trotz des Fleischbooms ein Nischenprodukt am Rande des Konsummarktes.

Die Situation zeigt die Besonderheiten des Lebensmittelmarktes: Selbst ein etabliertes Produkt wie Putenfleisch garantiert nicht den Erfolg eines Nebenprodukts. Die deutlich höheren Produktionskosten und die abweichende Nährstoffzusammensetzung stellen Landwirte vor große Vermarktungshürden. Eine mögliche Alternative zu Hühnereiern könnten Puten-Eier nur werden, wenn sich Produktionsstrategien und Verbrauchergewohnheiten ändern. Dazu braucht es vermutlich Zeit und gezielte Aufklärung.


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