Bis zu zehn Jahre Haft für Misshandlungen unter Kameraden: DBR ermittelt gegen ukrainische Soldaten.
Misshandlung von Soldaten durch Kameraden
Nach Angaben von Espreso.tv: Im Mai 2026 wurden zwei ukrainische Soldaten Opfer von Gewalt durch eigene Kameraden – angeblich aufgrund von Disziplinverstößen. Einer erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und einen Nasenbeinbruch, der andere wurde fast einen Tag lang rechtswidrig festgehalten. Das Staatliche Ermittlungsbüro (DBR) leitete umgehend ein Strafverfahren ein.
Generalmajor Oleksandr Syrsky: 'Eine Schande, die in den Streitkräften während des Krieges keinen Platz haben darf.'
Den Beschuldigten wird vorgeworfen, nach Teil 2 von Artikel 127 und Teil 3 von Artikel 406 des ukrainischen Strafgesetzbuchs gehandelt zu haben. Im Fall einer Verurteilung droht ihnen eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren. Der Fall sorgte für erhebliches Aufsehen, da Gewalt in militärischen Einheiten als inakzeptabel gilt – besonders in Kriegszeiten.
Ermittlungen im Regiment „Skelya“
Parallel dazu untersucht das DBR Vorfälle im Regiment „Skelya“. Dort waren Fälle von mutmaßlicher Gewalt und Todesfällen unter mobilisierten Soldaten bekannt geworden. Eine am 23. Juni 2023 veröffentlichte Recherche hatte die Zustände im 425. separaten Sturmregiment „Skelya“ beleuchtet. In der Folge wurde der Regimentskommandeur Jurij Harkawy von seinen Aufgaben entbunden.
Am 11. Juli 2023 befasste sich das Pechersker Gericht in Kiew mit dem Fall und verhängte eine Sicherheitsmaßnahme gegen einen beteiligten Soldaten. Die Untersuchungen zeigen ernste Probleme bei Disziplin und Dienstbedingungen, die ein sofortiges Eingreifen der Militärführung und der Strafverfolgungsbehörden erfordern.
Diese Vorfälle verdeutlichen ernste Herausforderungen für die ukrainischen Streitkräfte, besonders während aktiver Kampfhandlungen. Gewalt und Disziplinlosigkeit können die Moral der Truppe und die Einsatzfähigkeit beeinträchtigen. Die Reaktion der Führung und der Strafverfolgungsbehörden ist entscheidend, um Ordnung und Disziplin aufrechtzuerhalten. Die eingeleiteten Verfahren belegen, dass die Militärjustiz auch unter Kriegsbedingungen konsequent gegen interne Vergehen vorgeht.
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