Gedenktag für getötete Kriegsgefangene: Die Ukraine ehrt ihre in russischer Haft gestorbenen Helden.

Gedenktag für getötete Kriegsgefangene: Die Ukraine ehrt ihre in russischer Haft gestorbenen Helden
Gedenktag für getötete Kriegsgefangene: Die Ukraine ehrt ihre in russischer Haft gestorbenen Helden

Gedenktag für die in Gefangenschaft umgekommenen Verteidiger

Nach Angaben von UATV: Am 28. Juli begeht die Ukraine den Gedenktag für die Männer und Frauen, die im russischen Gewahrsam ihr Leben ließen. Dieser Tag erinnert an den Angriff auf die Strafkolonie von Wolnowacha in der Nacht vom 28. auf den 29. Juli 2022. Damals kamen mindestens 53 Menschen ums Leben, über 130 wurden verletzt. Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft dokumentiert inzwischen mehr als 300 Todesfälle in russischen Haftanstalten. Bereits zu Beginn der groß angelegten Invasion hatten russische Truppen 129 ukrainische Kriegsgefangene hingerichtet. Die genauen Umstände werden noch ermittelt.

Die Tragödie von Oleniwka und das Schicksal der Verschollenen

Ein besonders schwerer Vorfall ereignete sich am 29. Juli 2022 im Gefängnis von Oleniwka, wo 193 Gefangene festgehalten wurden – darunter Kämpfer aus Mariupol. Unter den Toten war Oleksandr Ischtschenko, ein Motorschiffmechaniker. Sein Kamerad mit dem Rufnamen „Moroz“ sagte über ihn:

„Sie nahmen ihn gefangen. Selbst in dieser Lage gelang es dem Feind nicht, etwas anderes zu tun, als unseren Alexander hinzurichten.“

Ein weiteres Beispiel ist Oleksandr Dubovyk, der am 23. Dezember 2022 bei Bachmut verschwand. Seine Frau Alena erinnert sich:

„Er schrieb: ‚Ein paar Tage – dann melde ich mich.‘ Und dann nie wieder.“
Als später die rechtsmedizinischen Ergebnisse aus der Ukraine veröffentlicht wurden, sagte sie:
„Als wir die Obduktionsergebnisse erfuhren, entzog sich uns der Boden unter den Füßen.“

Der Gedenktag ist nicht nur eine Erinnerung an die Verluste, sondern auch ein starkes Zeichen der Solidarität mit den Familien. Die Gesellschaft würdigt den Heldenmut derer, die für die Freiheit der Ukraine starben – ihr Kampf lebt im kollektiven Gedächtnis des Volkes weiter. Hinterbliebene fordern weiterhin vollständige Aufklärung und die Bestrafung der Verantwortlichen.


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