Fachkräftemangel in der Ukraine: 40% der Unternehmen erwarten eine Verschlechterung der Situation.
Nach Angaben von inkorr.com: Der Arbeitsmarkt in der Ukraine hat einen klaren Fachkräftemangel. Laut einer Umfrage von OLX Arbeit und der European Business Association erwarten 40% der Arbeitgeber, dass sich die Situation mit der Personalversorgung verschlechtern wird. Bei großen Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern steigt diese Zahl auf 60%. Darüber berichtet
Finance.ua.Die optimistischsten Vertreter des kleinen Unternehmens sind: 39% von ihnen hoffen auf Stabilität oder sogar Verbesserung. Im Einzelhandel äußerten 35% der Befragten ebenfalls positive Prognosen.
Unternehmensstrategien während des Fachkräftemangels
Um den Mangel an Fachkräften auszugleichen, planen Unternehmen:
Jugendliche zu gewinnen, die nicht mobilisiert werden können (41%);
Zusammenarbeit mit Universitäten und Colleges aufzubauen (35%);
Rentner einzustellen (30%).
Der akuteste Mangel istim Bereich der Arbeiterberufe zu beobachten — 63% der Befragten bestätigten dies. Auch 35% der Unternehmen spüren einen Mangel an Fachkräften auf mittlerer Ebene, 19% an hochqualifizierten Spezialisten und 9% an Führungskräften.
Mitarbeiterbenefits im Jahr 2025
Um Mitarbeiter zu halten, planen Arbeitgeber, die Arbeitsbedingungen zu verbessern: 39% der Unternehmen haben vor, im Jahr 2025 Motivationspakete einzuführen. Die häufigsten Boni umfassen:
Krankenversicherung;
Kostenlose Schulungen oder Umschulungen;
Kostenlose Mittagessen;
Betrieblicher Transport;
Option auf Homeoffice;
Verfügbarkeit eines Schutzraums auf dem Betriebsgelände.
Unter anderen Optionen, die Unternehmen in Betracht ziehen, sind:
Einstellung von jungen Menschen unter 25 Jahren (21%);
Gewinnung von Rentnern (17%);
Aktivere Einstellung von Frauen (15%).
Auswirkungen der Abwanderung von Jugendlichen auf den Arbeitsmarkt
Das Gesetz über die Ausreise von Männern im Alter von 18 bis 22 Jahren hat sich ebenfalls negativ auf die Personalsituation ausgewirkt. 23% der Ukrainer in dieser Altersgruppe planen, ins Ausland zu gehen.
Trotz des Personalmangels sind nur 13% der Unternehmen offen für Ausländer. Die Hauptbarrieren sind die Sprachbarriere (27%), der fehlende Bedarf an ausländischen Fachkräften (41%) und mangelnde Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit ihnen (23%). Steuererleichterungen, finanzielle Anreize und vereinfachte Legalisierung könnten Arbeitgeber interessieren.
Konkrete Bedürfnisse der Arbeitgeber
Laut OLX Arbeit wächst die Nachfrage nach freien Stellen in der Produktion, im Handel, im Bildungswesen und im Ausland. Die Nachfrage nach Verpackern hat erheblich zugenommen — seit Mai ist die Zahl der Stellenangebote um 331% gestiegen, und das durchschnittliche Gehalt hat 25.000 UAH erreicht.
Die staatliche Beschäftigungsbehörde bestätigtdiesen Trend: In der Ukraine mangelt es an Elektronikern, Lehrerassistenten und Fachleuten, die mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen arbeiten. Bei diesen Kategorien übersteigt die Nachfrage das Angebot um nahezu tausend Stellen.Der Arbeitsmarkt in der Ukraine steht derzeit vor ernsthaften Herausforderungen durch die Abwanderung von Jugendlichen und das geringe Interesse an der Anstellung ausländischer Fachkräfte. Trotz des allgemeinen Fachkräftemangels, insbesondere im Bereich der Arbeiterberufe, intensivieren Unternehmen ihre Bemühungen, Mitarbeiter zu finden und zu halten, indem sie verschiedene Motivationsprogramme entwickeln. Dies könnte sich positiv auf die Unterstützung der Wirtschaft des Landes auswirken, wenn es den Unternehmen gelingt, sich den neuen Realitäten anzupassen.
Lesen Sie auch
- Rekordverlust: Russland verliert täglich 400.000 Barrel Öl durch ukrainische Drohnenangriffe
- Fang der Donau-Garnele in Wylkowe gestartet: Was über die invasive Art bekannt ist
- Kriegsschäden am Auto: Neues Entschädigungsprogramm in der Ukraine gestartet
- Warum Ukrainer lieber Kredite für teure Elektronik aufnehmen statt für Bildung
- Arbeitskräftemangel in der Ukraine: Drei von vier Unternehmen suchen Personal
- Ab 10. Juni: lifecell passt Roaming-Tarif 'Schwarm Licht Roaming' an – mehr Datenvolumen in acht Ländern

