Heimleiter und Ingenieur sollen Bewohner zur Zwangsarbeit gezwungen haben.

Heimleiter und Ingenieur sollen Bewohner zur Zwangsarbeit gezwungen haben
Heimleiter und Ingenieur sollen Bewohner zur Zwangsarbeit gezwungen haben

Vorwürfe der Arbeitsausbeutung in psychiatrischer Einrichtung

Nach Angaben von TSN.ua: Zwei leitende Mitarbeiter eines psychoneurologischen Pflegeheims, darunter der Direktor, stehen im Verdacht, Bewohner zur Arbeit gezwungen zu haben. Ihnen wird vorgeworfen, ein System der Zwangsarbeit organisiert zu haben, bei dem Menschen mit Behinderungen ausgebeutet wurden.

Nach Ermittlungen der Behörden sollen die Beschuldigten Ende 2025 etwa zehn Heimbewohner angeworben haben, um landwirtschaftliche Tätigkeiten auszuführen. Im Februar 2026 wurde der Direktor der Einrichtung festgenommen; ihm wird ein Verstoß gegen Teil 2 von Artikel 149 des ukrainischen Strafgesetzbuches vorgeworfen. Am 30. März 2026 erhob die Polizei zudem Anklage gegen den Sicherheitsingenieur des Heims, der in das Geschehen verwickelt gewesen sein soll.

Ermittlungen und Konsequenzen

Ein Gericht verhängte gegen den Ingenieur nächtlichen Hausarrest. Parallel dazu wurde in der Region Kiew eine kriminelle Gruppe aufgedeckt, die unter dem Deckmantel eines Rehabilitationszentrums Menschen illegal festgehalten hatte – insgesamt 58 Personen waren davon betroffen. Die Behörden setzen ihre Ermittlungen fort, um alle Hintergründe aufzuklären und ähnliche Straftaten künftig zu verhindern.

Dieser Fall lenkt den Blick auf das Problem der Arbeitsausbeutung in Einrichtungen, die für die Betreuung von Menschen mit Behinderungen zuständig sind. Die Aufdeckung der Gruppe und die Festnahmen zeigen, dass die Strafverfolgungsbehörden gegen solche Vergehen vorgehen. Die Ermittlungen könnten zu weiteren Verhaftungen und möglichen Gesetzesänderungen führen, um den Schutz verletzlicher Bevölkerungsgruppen zu verbessern.


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