Ukrainischer Militärexperte: Russlands „Oreschnik“-Rakete dient vor allem der psychologischen Kriegsführung.
Vladyslaw Selensjow bewertet den Einsatz der „Oreschnik“-Rakete
Nach Angaben von Espreso.tv: Der Oberst a. D. der ukrainischen Streitkräfte, Vladyslaw Selensjow, hat sich zu den mutmaßlichen Angriffen mit der russischen ballistischen Rakete RS-26 „Oreschnik“ auf die Ukraine geäußert. Der ehemalige Sprecher des Generalstabs (2014–2017) sieht darin in erster Linie ein Instrument des informationspsychologischen Drucks. Seiner Einschätzung nach lässt sich dieser Prozess faktisch nicht aufhalten.
Bekannte Einsätze der „Oreschnik“
Die Rakete kommt nach bisherigen Erkenntnissen in einer konventionellen Variante zum Einsatz, die mit Attrappen anstelle von nuklearen Sprengköpfen bestückt ist. Bislang sind drei bestätigte Raketenangriffe auf ukrainisches Territorium dokumentiert:
- Der erste Treffer galt dem Werk „Piwdenmasch“ in Dnipro;
- Der zweite erfolgte in der Umgebung von Lwiw;
- Der dritte traf die Stadt Bila Zerkwa.
Diese Angriffe belegen, dass Russland diese Waffe aktiv einsetzt.
Laut verfügbaren Informationen erklärte Wladimir Putin am 21. November 2024, dass Russland die Rakete „Oreschnik“ bei einem Angriff auf Dnipro getestet habe. In der Nacht zum 9. Januar 2026 führten russische Truppen dann einen weiteren Raketenschlag mit derselben Waffe gegen Lwiw durch. Am 24. Mai 2026 feuerte Russland schließlich eine „Oreschnik“ aus dem Testgelände Kapustin Jar auf das Gebiet von Bila Zerkwa ab.
„Trotz der aktiven Schritte Russlands bin ich überzeugt, dass der Aggressor diesen Krieg verlieren wird, so wie alle seine früheren Kriege.“ — Vladyslaw Selensjow
Mit dieser Aussage unterstreicht der Experte seinen Glauben an die Fähigkeit der Ukraine, sich neuen Herausforderungen zu stellen und äußeren Bedrohungen zu trotzen. Der Einsatz der „Oreschnik“ verdeutlicht die anhaltende militärische Aggression Russlands, die auch darauf abzielt, psychologischen Druck auf die ukrainische Bevölkerung auszuüben. Dennoch zeigt sich Selensjow zuversichtlich, dass die Ukraine ihre Souveränität verteidigen kann – ein Zeichen für die wachsende Widerstandsfähigkeit des Landes im Angesicht neuartiger Bedrohungen.
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