Brüssel plant zollfreien Handel mit Eriwan: EU reagiert auf Moskaus Wirtschaftsdruck gegen Armenien.

Brüssel plant zollfreien Handel mit Eriwan: EU reagiert auf Moskaus Wirtschaftsdruck gegen Armenien
Brüssel plant zollfreien Handel mit Eriwan: EU reagiert auf Moskaus Wirtschaftsdruck gegen Armenien

EU-Kommission schnürt eigenständiges Handelshilfspaket

Nach Angaben von Espreso.tv: Die Europäische Kommission arbeitet an einem Bündel autonomer Handelsmaßnahmen. Ziel ist es, die Zölle auf armenische Agrar- und Lebensmittelimporte in die EU zu senken oder ganz zu streichen. Hintergrund ist der wachsende wirtschaftliche Druck, den Russland auf Armenien ausübt.

Das jährliche Exportvolumen Armeniens in die EU beläuft sich auf rund 420 Millionen Euro. Um das Land zu stützen, ist ein erstes wirtschaftliches Hilfspaket in Höhe von 50 Millionen Euro vorgesehen. Diese Schritte sollen armenischen Firmen den Zugang zum EU-Binnenmarkt erleichtern und besonders jene Branchen fördern, die unter den russischen Handelsbeschränkungen leiden.

Solidarität aus Brüssel

Olof Gill, ein Sprecher der Europäischen Kommission, erklärte: 'Die autonomen Handelsmaßnahmen sollen mehr armenischen Unternehmen den Zugang zum EU-Markt ermöglichen und Sektoren unterstützen, die von den russischen Restriktionen am härtesten getroffen wurden.'

Die geplanten Initiativen sind Teil einer Strategie der EU, die Beziehungen zu Armenien zu vertiefen. So wird Ende nächsten Monats die EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos zu einem Besuch in Armenien erwartet – ein deutliches Zeichen für den Stellenwert der Zusammenarbeit. Ein mit der Sache vertrauter Gesprächspartner der Financial Times betonte: 'Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, unsere Unterstützung für Armenien zu verstärken und zu zeigen, dass die EU ein verlässlicher Partner sein kann.'

Sollten die Maßnahmen umgesetzt werden, könnten sie die wirtschaftlichen Bande zwischen Armenien und der EU nachhaltig festigen. Zugleich würden sie demonstrieren, dass die Europäische Union bereit ist, Länder in wirtschaftlichen Schwierigkeiten aktiv zu begleiten. Angesichts der aktuellen geopolitischen Lage bieten solche Schritte Armenien die Chance, seine Abhängigkeit von Russland zu verringern und neue Perspektiven auf dem europäischen Markt zu erschließen.


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