EU lehnt klaren Zeitplan für Ukraine-Beitritt ab – Zelenksyjs Forderung bleibt unerfüllt.
Uneinigkeit über den EU-Beitritt der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: Die Regierungen der Europäischen Union sind nicht bereit, ein konkretes Datum für den Beitritt der Ukraine zu nennen. Dies gilt auch angesichts der ausdrücklichen Forderung von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Stand 15. Februar 2023 herrscht innerhalb der EU keine einheitliche Position zu dieser zentralen Frage.
Bereits am 14. Februar 2023 hatte Selenskyj betont, dass er ein Beitrittsdatum als Teil von Sicherheitsgarantien für sein Land benötige. Ein 20-Punkte-Friedensplan der USA sieht den 1. Januar 2027 als mögliches Beitrittsdatum vor. Trotz dieser Anzeichen für Fortschritte zeigen sich viele EU-Mitgliedstaaten jedoch nicht gewillt, sich auf feste Termine festzulegen. Die Debatte findet vor dem Hintergrund eines andauernden Krieges statt.
Stellungnahmen führender Politiker
Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Kaja Kallas, kommentierte die Lage wie folgt:
„Ich habe das Gefühl, dass die Mitgliedstaaten nicht bereit sind, ein konkretes Datum zu nennen... Es liegt noch viel Arbeit vor uns.“ - Kaja Kallas
Der lettische Präsident Edgars Rinkēvičs bestätigte zwar das grundsätzliche Einverständnis über die Notwendigkeit, die Ukraine in die EU aufzunehmen. Gleichzeitig äußerte er:
„Wenn ich mit vielen Staats- und Regierungschefs spreche, habe ich nicht den Eindruck, dass es eine Bereitschaft gibt, ein Datum festzulegen.“ - Edgars Rinkēvičs
Rinkēvičs fügte zudem an: 'Ob es eine Friedensvereinbarung geben wird oder nicht? Ich sehe nicht, dass Russland sich bewegt, und wenn sich Russland nicht bewegt, dann wird es auch keine Vereinbarung geben.' Diese Äußerungen unterstreichen die komplexen Rahmenbedingungen, unter denen die Gespräche zur europäischen Integration der Ukraine stattfinden.
Die Frage der EU-Integration der Ukraine bleibt hochaktuell. Das Fehler eines klaren Beitrittstermins verweist auf die politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen sowohl die Ukraine als auch die EU selbst konfrontiert sind. Der weitere Verhandlungsprozess wird maßgeblich von der Sicherheitslage in der Region sowie dem Fortschritt der notwendigen innerukrainischen Reformen abhängen. Diese Faktoren werden den künftigen Weg der Ukraine in die Europäische Union entscheidend prägen.
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