Blauäugig und anfälliger für Alkohol? Neue genetische Erkenntnisse.
Studie der Universität Vermont deckt genetische Korrelation auf
Nach Angaben von TSN.ua: Forscher der Universität Vermont haben einen überraschenden Zusammenhang identifiziert: Menschen mit blauen Augen weisen eine erhöhte genetische Veranlagung für Alkoholabhängigkeit auf. Diese Tendenz ist auf gemeinsame genetische Faktoren zurückzuführen, die sowohl die Augenfarbe als auch das Suchtverhalten beeinflussen. Laut dem Studienleiter Arvis Sulovari zeigt sich bei amerikanischen Europäiden mit hellen Augen – also blauen, grünen oder grauen – eine höhere Rate an Alkoholabhängigkeit als bei Personen mit dunkelbraunen Augen. Solche Korrelationen sind in der Genetik nicht ungewöhnlich, zeigen aber, wie komplex Veranlagungen sind.
Die Untersuchung ergab, dass die Gene für die Augenfarbe und jene, die mit exzessivem Alkoholkonsum in Verbindung stehen, auf demselben Chromosom liegen.
„Unsere Resultate legen die faszinierende Möglichkeit nahe, dass die Augenfarbe in der Klinik ein hilfreicher diagnostischer Hinweis für Alkoholabhängigkeit sein könnte“, so Arvis Sulovari.Diese Erkenntnis könnte künftige Forschungsansätze in der Genetik und Medizin maßgeblich beeinflussen.
Genetische Faktoren gewinnen an Bedeutung
Die Studie unterstreicht die wachsende Bedeutung genetischer Komponenten bei der Entstehung von Alkoholsucht. Die Entdeckung des Zusammenhangs mit der Augenfarbe eröffnet neue Perspektiven für die medizinische Genetik. Sie könnte langfristig dazu beitragen, Diagnoseverfahren zu verfeinern und individuell angepasste Präventions- sowie Therapiestrategien gegen Alkoholismus zu entwickeln.
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