Kroatien blockiert russisches Öl für Ungarn und die Slowakei.
Kroatien verweigert den Weitertransport
Nach Angaben von UATV: Kroatien hat eine Bitte Ungarns und der Slowakei abgelehnt, russisches Rohöl über die Adria-Pipeline zu transportieren. Wirtschaftsminister Ante Šušnjar betonte, sein Land sei zwar bereit, bei der Lösung von Treibstoffengpässen zu helfen, jedoch ausschließlich im Rahmen des EU-Rechts.
Klare Linie für Energieunabhängigkeit
Am 15. Februar hatten Ungarn und die Slowakei den entsprechenden Antrag gestellt. Die kroatische Regierung entschied jedoch, diesem nicht nachzukommen. Ministerpräsident Andrej Plenković schlug stattdessen vor, die Pipeline für Öllieferungen aus anderen Ländern als Russland zu nutzen. Diese Haltung unterstreicht das Bestreben der EU, sich von russischen Energielieferungen zu lösen.
'Die Adria-Pipeline ist einsatzbereit. Es gibt daher keine technischen Gründe mehr für EU-Länder, an russischem Rohöl festzuhalten.' Ante Šušnjar
Die Ablehnung Kroatiens markiert einen weiteren Schritt in der europäischen Energiewende und könnte erhebliche Auswirkungen auf die regionale Versorgungsstrategie haben. Die betroffenen Länder müssen nun womöglich alternative Bezugsquellen erschließen oder ihre Energiepolitik anpassen. Mit dieser Entscheidung festigt Kroatien nicht nur seine europäische Solidarität, sondern auch seine Position als wichtiger Akteur im Energiesektor des Balkanraums.
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