Erstmals seit Kriegsbeginn: Iran beschuldigt USA und Israel, Förderung des größten Gasfelds angegriffen zu haben.
Angriff auf das Gasfeld 'South Pars'
Nach Angaben von TSN.ua: Am 18. März 2026 teilte der Iran mit, dass die USA und Israel einen Angriff auf das Gasfeld 'South Pars' verübt hätten. Es handelt sich dabei um den ersten dokumentierten Vorfall dieser Art, bei dem iranische Förderanlagen direkt getroffen wurden. Das Feld 'South Pars', das sich der Iran mit Katar teilt, ist das größte seiner Art weltweit. Erst im Jahr 2025 war hier mit 730 Millionen Kubikmetern pro Tag eine Rekordförderung erzielt worden.
Irans Reaktion und mögliche Folgen
Als Vergeltungsmaßnahme veröffentlichte die iranische Revolutionsgarde eine Liste mit Energieanlagen in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar, die fortan als 'direkte und legitime Ziele' gelten sollen. Im Einzelnen werden folgende Einrichtungen genannt:
- die Raffinerie 'Samref'
- das Gasfeld Al-Hosn
- die petrochemischen Komplexe Al-Jubail und Mesaieed
- Anlagen in Ras Laffan
Ein Sprecher des katarischen Außenministeriums betonte in diesem Zusammenhang, dass
„Angriffe auf Einrichtungen, die mit dem Feld 'Pars' in Verbindung stehen, eine Gefahr für die globale Energieversorgung darstellen.“
Parallel dazu forderte die Revolutionsgarde:
„Alle Bürger, Anwohner und Beschäftigten müssen diese Gebiete unverzüglich verlassen und sich in Sicherheit bringen.“
Der Vorfall und die darauffolgende Drohkulisse könnten weitreichende Auswirkungen auf die regionale Stabilität sowie die internationalen Energiemärkte haben. Sie verdeutlichen die angespannte Lage in dieser strategisch bedeutsamen Region. Die Eskalation zwischen dem Iran, den USA und Israel birgt das Risiko weiterer Konflikte im Persischen Golf, wo die Energieinfrastruktur ohnehin als verwundbar gilt. Angesichts der zentralen Bedeutung des Feldes 'South Pars' für den Iran und seine Nachbarn ist Zurückhaltung geboten, denn weitere Angriffe könnten nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die allgemeine Sicherheit gefährden. Sollte keine diplomatische Lösung gefunden werden, drohen erhebliche Verwerfungen auf dem globalen Energiemarkt.
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