Ehemaliger Bürgermeister von Cherson über den Verrat im Jahr 2022: Warum die Brücke nicht gesprengt wurde.
Nach Angaben von inkorr.com: In seinem Interview mit dem Radio 'Kuresh' teilte der ehemalige Bürgermeister von Cherson, Volodymyr Mykolaienko, der drei Jahre in russischer Gefangenschaft verbrachte, seine Gedanken über die Besetzung der Stadt im Jahr 2022. Er ist sich sicher, dass die schnelle Einnahme von Cherson durch die russischen Truppen durch Verrat möglich wurde.
Sie wissen, ich bin überzeugt, dass es Verrat war. Meine feste Überzeugung ist, dass es Verrat war. Und dass es ganz und gar nicht zufällig war. Denn so schnell durch das Gebiet bis Cherson zu gelangen und warum die Antonivka-Brücke nicht gesprengt wurde? Das ist für mich eine große Frage.
Mykolaienko betonte, dass es für die russischen Truppen schwieriger gewesen wäre, das rechte Ufer von Cherson zu erreichen, wenn die Antonivka-Brücke und andere Brücken gesprengt worden wären. Er wies auch darauf hin, dass die Unterstützung der 'fünften Kolonne' durch russisches Geld zum Erfolg des Angriffs des Feindes beigetragen hat.
Militärübungen und Realität
Der ehemalige Bürgermeister erinnerte sich an militärische Übungen, die vor dem Krieg durchgeführt wurden, bei denen die Bereitschaft zur Verteidigung besprochen wurde. Die Realität stellte sich jedoch als ganz anders heraus – der Feind besetzte die Stadt schnell. Er stellte klar, dass die Situation nicht so war, wie sie während der Übungen prognostiziert wurde.
Alle Ereignisse, die sich 2022 in Cherson ereigneten, sorgten für große Besorgnis in der Bevölkerung. Die Erzählung des Ex-Bürgermeisters eröffnet die Mechanismen und Ursachen der schnellen Einnahme der Stadt durch die russischen Truppen, die für eine weitere Analyse und Untersuchung wichtig sind.
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