Ex-Vizechef von Odessas Wehrbezirkskommando: 38 Millionen Euro unrechtmäßig bereichert – wo steckt der Verdächtige?.
Schwere Vorwürfe gegen Denis Galuschka
Nach Angaben von Novyny.live: Denis Galuschka, ehemaliger stellvertretender Leiter des Territorialen Rekrutierungszentrums (TRZ) in der Region Odessa, steht unter dringendem Verdacht. Ihm wird vorgeworfen, sich unrechtmäßig umgerechnet 37,7 Millionen ukrainische Hrywnja bereichert, diese illegal erworbenen Vermögenswerte verschleiert und falsche Angaben in seiner Vermögenserklärung gemacht zu haben. Die mutmaßlich unrechtmäßig erworbenen Vermögenswerte sammelte der Beamte laut Ermittlungen zwischen 2020 und 2022 an. Derzeit hält er sich im Ausland auf.
Luxusautos und laufende Ermittlungen
Im Fokus der Untersuchungen stehen unter anderem mehrere hochpreisige Fahrzeuge, die dem Beschuldigten zugerechnet werden:
- Mercedes-Benz GLE 43 AMG
- Mercedes-Benz GLS 350d
- Mercedes-Benz V-Class
- BMW X7
- Toyota RAV4 Hybrid
Der Wert der mutmaßlich verschleierten Vermögenswerte übersteigt nach Angaben der Ermittler 17 Millionen Hrywnja. In seiner Vermögenserklärung für das Jahr 2023 fehlten zudem Angaben zu Eigentum im Wert von 7,3 Millionen Hrywnja.
Ein weiterer Verdacht richtet sich gegen eine Verwandte des Ex-Beamten. Dies deutet auf ein mögliches Schema hin, bei dem Immobilien auf nahestehende Personen übertragen wurden. Hintergrund ist ein größerer Korruptionsskandal in der Region: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte nach einem Skandal die Entlassung des damaligen Chefs des Odessaer Wehrbezirkskommandos, Jewgeni Borissow, angeordnet. Das Nationale Agentur für Korruptionsprävention (NAZK) hatte im Juli 2023 mitgeteilt, Borissow habe sich rund 188 Millionen Hrywnja unrechtmäßig angeeignet.
Der Fall hat in der ukrainischen Öffentlichkeit erhebliche Empörung ausgelöst und wird intensiv von den Strafverfolgungsbehörden verfolgt. Die Ermittlungen dauern an, weitere Details werden erwartet.
Der Skandal um unrechtmäßige Bereicherung in den ukrainischen Militärstrukturen unterstreicht die dringende Notwendigkeit einer strengeren Finanzkontrolle für Staatsbedienstete.
In Kriegszeiten sind Transparenz und Rechenschaftspflicht von entscheidender Bedeutung, um das öffentliche Vertrauen in staatliche Institutionen zu bewahren. Das weitere Vorgehen der Ermittler könnte weitreichende Auswirkungen auf die Reform der ukrainischen Korruptionsbekämpfung haben. Solche Fälle gefährden die Moral in der Gesellschaft und an der Front.
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