Ehemaliger Dynamo-Trainer wegen Prügels an Klempner angeklagt – Auslöser war fehlende Heizung.

Ehemaliger Dynamo-Trainer wegen Prügels an Klempner angeklagt – Auslöser war fehlende Heizung
Ehemaliger Dynamo-Trainer wegen Prügels an Klempner angeklagt – Auslöser war fehlende Heizung

Vorfall mit Oleksiy Mykhaylychenko

Nach Angaben von TSN.ua: In Kiew muss sich der ehemalige Trainer des Fußballclubs Dynamo, Oleksiy Mykhaylychenko, wegen eines Angriffs auf einen Klempner verantworten. Der Vorfall ereignete sich am 21. Januar im Stadtteil Pechersk und wurde durch eine ausgefallene Heizung in einem Wohnhaus ausgelöst. Das Opfer, der Klempner Mykola, musste stationär behandelt werden. Die Polizei erhielt eine Anzeige und leitete daraufhin ein Strafverfahren nach Artikel 125 des ukrainischen Strafgesetzbuches ein, der vorsätzliche leichte Körperverletzung unter Strafe stellt.

Widersprüchliche Aussagen und Reaktionen

Der verletzte Klempner Mykola behauptet, der Leiter der Wohnungsverwaltung habe den gesamten Vorfall mit seinem Handy gefilmt. Nach einem Gespräch mit Mykhaylychenko habe dieser Leiter jedoch mitgeteilt, das Videomaterial sei verschwunden. Die Vertreterin des Klempners, Nadiya Ametova, erklärte zudem, Mykhaylychenko habe sich arrogant verhalten und dem Opfer geraten, sich 'auszuruhen'.

'Wer schreibt so etwas, sind Sie krank? Ich weiß gar nicht, was ich darauf antworten soll.' — Oleksiy Mykhaylychenko

Oleksiy Mykhaylychenko ist eine feste Größe im ukrainischen Fußball. Er spielte von 1982 bis 1990 für Dynamo Kiew und trainierte den Verein in den Perioden 2002–2004 sowie 2019–2020 als Cheftrainer. Zudem war er von 2010 bis 2019 Sportdirektor bei Dynamo und von 2008 bis 2009 Nationaltrainer der Ukraine. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an. Der Fall hat in der Sportwelt und unter Fans für Aufsehen gesorgt, da Mykhaylychenko eine der bekanntesten Persönlichkeiten des Landes ist. Die weiteren Ermittlungen und mögliche juristische Konsequenzen werden nicht nur die Medien, sondern auch die breite Öffentlichkeit beschäftigen. Für die Justiz stellt der Fall auch einen Reputationstest für den hochdekorierten Sportfunktionär dar.


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