Ex-Minister Galuschtschenko droht Haft mit Kaution von 425 Millionen Hrywnja.
Gerichtsverhandlung gegen Herman Galuschtschenko
Nach Angaben von Novyny.live: Der Höhere Antikorruptionsgerichtshof in Kiew hat am 17. Februar die Verhandlung gegen Herman Galuschtschenko aufgenommen. Dem ehemaligen Minister wird vorgeworfen, in die Operation 'Midas' verwickelt zu sein, weshalb die Staatsanwaltschaft seine Verhaftung mit der Möglichkeit einer Kaution in Höhe von 425 Millionen Hrywnja beantragt. Galuschtschenko war bereits am 15. Februar an der Grenze festgenommen worden.
Der frühere Energieminister und Justizminister steht im Zentrum der Ermittlungen. Die Operation 'Midas', die von der Nationalen Antikorruptionsbehörde der Ukraine (NABU) im November letzten Jahres eingeleitet wurde, untersucht Geldwäsche im ukrainischen Energiesektor. Sowohl NABU als auch die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) führen die Ermittlungen.
Verbindungen und Reaktion des Angeklagten
Nach Angaben der Ermittler kennt Galuschtschenko den Unternehmer Timur Minditsch seit 2017 oder 2018. Zudem sollen Konten seiner Familie in der Schweiz über 7,4 Millionen US-Dollar erhalten haben. Gegen seine Festnahme hat Galuschtschenko bereits Beschwerde beim Höheren Antikorruptionsgericht eingelegt.
Galuschtschenko äußerte sich in der Verhandlung sarkastisch: 'Wen hätte ich denn ernennen sollen? Den Direktor eines Zirkus?'
Er zeigte sich zutiefst besorgt über die geforderte Kautionssumme: 'Die Höhe der Kaution ist ein Urteilsspruch. Ich werde jahrelang in Untersuchungshaft sitzen, weil ich diese Summe nicht habe und mein Umfeld sie auch nicht aufbringen kann.'
Die Verhandlung wird fortgesetzt, und das Schicksal des Ex-Ministers bleibt ungewiss. Der Fall hat in der ukrainischen Öffentlichkeit und unter Experten bereits große Wellen geschlagen. Korruptionsverfahren im sensiblen Energiesektor werden besonders aufmerksam verfolgt, da sie das Vertrauen in staatliche Institutionen unmittelbar berühren. Die Anklage gegen einen ehemaligen Minister unterstreicht die Dimension des Problems auf höchster Ebene. Die Entscheidung des Antikorruptionsgerichts wird als wichtiger Indikator für die Wirksamkeit des Justizsystems im Kampf gegen Korruption gewertet.
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