Lwiw bereitet sich vor: Zwei-Wochen-Vorräte für den Ernstfall.
Stadtverwaltung gibt Leitlinien für Geschäfte aus
Nach Angaben von TSN.ua: Angesichts der anhaltenden Kriegsgefahr hat die Stadt Lwiw am 30. Januar eine wichtige Vorsorgemaßnahme beschlossen. Supermärkten und Apotheken wird empfohlen, einen Vorrat an Gütern des täglichen Bedarfs für zwei Wochen anzulegen. Hintergrund ist die Befürchtung von Bürgermeister Andrij Sadowyj vor einem neuen massiven Angriff Russlands. Solche vorausschauenden Maßnahmen sind in vielen ukrainischen Städten mittlerweile Teil der strategischen Planung.
Notfallplan für kritische Infrastruktur
Um für mögliche Krisenszenarien gewappnet zu sein, hat Lwiw einen Bereitschaftsmodus aktiviert. Im Fokus steht dabei die Aufrechterhaltung der Grundversorgung. Unternehmen sollen vorrangig sicherstellen:
- eine unabhängige Stromversorgung;
- eine Logistikkette, die mindestens zwei Wochen Kraftstoff bereitstellt;
- ausreichende Mengen an lebenswichtigen Waren.
Zu diesen essenziellen Gütern zählen insbesondere Brot, Trinkwasser, Hygieneartikel und Babynahrung.
Andrij Moskalenko betonte, wie wichtig es sei, dass Unternehmen und Handelsketten auch unter schwierigsten Bedingungen funktionieren können. Aus Moskau kam unterdessen eine gegenteilige Botschaft. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte:
„Bis zum 1. Februar plant Russland keine Angriffe auf die Ukraine.“ - Dmitri Peskow
Die Stadt Lwiw lässt sich von dieser Zusicherung jedoch nicht in falscher Sicherheit wiegen und treibt die Vorratsbildung weiter voran, um die Bevölkerung im Ernstfall versorgen zu können.
Die Initiative zeigt das Bestreben der Lokalregierung, die Sicherheit der Bürger trotz der militärischen Bedrohungslage zu gewährleisten. Präventive Maßnahmen wie die Anlage von Notvorräten können die Risiken im Krisenfall erheblich mindern. Die Reaktion aus dem Kreml auf diese Befürchtungen unterstreicht indes die anhaltende Spannung in der Region, die in der ukrainischen Bevölkerung und Führung weiterhin große Besorgnis auslöst.
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