2400 Jahre alte versunkene Stadt im türkischen Stausee entdeckt.
Archäologische Funde am Grund eines Stausees
Nach Angaben von TSN.ua: Im türkischen Bezirk Eğil in der Provinz Diyarbakır haben Wissenschaftler am Grund eines Stausees Überreste einer antiken Siedlung aus der Zeit vor rund 2400 Jahren entdeckt. Taucher dokumentierten die Bauwerke, die beim Bau der Talsperre ab 1986 geflutet wurden. Die Befüllung des Stausees endete 1997, seitdem liegen die archäologischen Schätze unter Wasser verborgen.
Entdeckte Bauwerke
Zu den gefundenen Objekten am Grund des Stausees zählen:
- in den Fels gehauene Gräber
- eine Moschee
- eine Medrese (islamische Hochschule)
- ein Hamam (öffentliches Bad)
Diese Zeugnisse belegen das reiche kulturelle Erbe und die lange Geschichte der Region. Bereits 1995, während der Bauvorbereitungen, konnten die Gräber der Propheten Hazrat Zülkifl und Hazrat Elyasa gerettet werden – auch sie sind wichtige historische Stätten dieser Gegend.
Der Fund im Stausee von Eğil unterstreicht, wie bedeutend der Schutz von Kulturgütern ist, und zeigt, dass weitere Untersuchungen nötig sind, um die Vergangenheit dieser Region zu verstehen. Angesichts der jüngsten Entdeckungen hoffen die Forscher, die überfluteten Anlagen genauer zu erforschen, um ihren historischen Wert und ihren Kontext besser einordnen zu können.
Diese Funde machen nicht nur die archäologische Bedeutung des Gebiets deutlich, sondern mahnen auch zu einem behutsamen Umgang mit künftigen Infrastrukturprojekten. Sie könnten die Grundlage für weitere Studien bilden, die helfen, das kulturelle Erbe zu bewahren und wiederherzustellen – ein Erbe, das nicht nur für die Türkei, sondern für die gesamte Weltgeschichte von Belang ist.
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