Ab 2026 erhalten Ukrainern Roaming in der EU zu heimischen Tarifen: Was ändert sich.
Nach Angaben von ТСН: Am 1. Januar 2026 tritt die Ukraine offiziell der Roaming-Zone der Europäischen Union bei. Das bedeutet, dass Ukrainer in 27 EU-Ländern ohne zusätzliche Kosten für Anrufe und SMS mobilfunkfähig sein werden, nach dem Prinzip 'Roaming wie zu Hause'.
Die Vorsitzende der Nationalen Kommission für den Regulierungsbereich Elektronikkommunikationen (NKEK), Lilia Maljon, betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen ukrainischen und europäischen Mobilfunknetzen ab Anfang 2026 auf eine neue Stufe gehoben wird. Die Ukraine wird ein vollwertiger Teilnehmer am Binnenmarkt der EU für Telekommunikation.
Sie wies auch darauf hin, dass das neue Roaming-Modell eine vollständige Automatisierung vorsieht. Kunden müssen keine zusätzlichen Dienste aktivieren oder die Einstellungen ihrer Telefone ändern – Roaming in EU-Ländern funktioniert standardmäßig im Rahmen des heimischen Tarifs.
Maljon betonte, dass die Ukraine das erste Land außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums ist, das seine nationale Gesetzgebung vollständig an die europäischen Standards im Bereich der Telekommunikation angepasst hat. Dies könnte auch ein Beispiel für Moldawien sein, das gleichzeitig mit der Ukraine der Zone 'Roam like at Home' beitreten wird.
Vorteile des neuen Roaming-Regimes
Die neuen Regeln ermöglichen es ukrainischen Kunden, Anrufe und SMS aus ihrem Tarifpaket während ihres Aufenthalts in der EU zu nutzen. Eingehende Anrufe bleiben kostenlos, und mobiler Internetzugang wird zu den Bedingungen des heimischen Tarifs verfügbar sein, obwohl Betreiber Datenlimits festlegen können. Wenn diese Limits erreicht sind, bleibt der Zugang zum Netzwerk bestehen, könnte jedoch zusätzlich in Rechnung gestellt werden.
Die Qualität des Empfangs wird den technischen Möglichkeiten des Netzes entsprechen. Wenn ein Kunde in der Ukraine beispielsweise 4G nutzt, wird in den EU-Ländern ebenfalls 4G oder 5G verfügbar sein, wenn die entsprechende Infrastruktur vorhanden ist.
Preispolitik und besondere Bedingungen
Ab 2026 gelten die Ukraine und die EU als eine einzige Tarifzone. Das bedeutet, dass verbrauchte Minuten und Gigabyte in der Ukraine das Gesamtvolumen der Dienste während des Aufenthalts in der EU reduzieren.
Gleichzeitig sieht die Politik der fairen Nutzung vor, dass die heimischen Tarife für Kurzzeitreisen gedacht sind. Wenn die SIM-Karte längere Zeit im Roaming ist, kann der Betreiber eine Bestätigung des Kontakts des Abonnenten mit der Ukraine verlangen oder zusätzliche Gebühren erheben.
Ukrainische Bürger, die aufgrund des Krieges in den EU-Ländern sind, erhalten eine Ausnahme: Ab Anfang 2026 bis März 2027 können ukrainische Flüchtlinge ihren heimischen Mobilfunk in der EU ohne Zeitbeschränkungen nutzen.
Unabhängig vom Tarifplan haben alle ukrainischen Abonnenten in der EU kostenlosen Zugang zu Notdiensten unter der Nummer 112.
Die Überwachung der Einhaltung der Verbraucherrechte und der Umsetzung der neuen Regelungen erfolgt durch die Mobilfunkbetreiber zusammen mit der NKEK. Bei Problemen können Abonnenten den nationalen Regulierungsbehörden kontaktieren.
Somit bietet der Beitritt der Ukraine zur Roaming-Zone der EU eine signifikante Verbesserung der Kommunikationsbedingungen für ukrainische Staatsbürger im Ausland. Diese Neuerungen werden nicht nur die Kommunikation erleichtern, sondern auch dabei helfen, den Kontakt zu den Familien aufrechtzuerhalten, was in der aktuellen schwierigen Zeit besonders wichtig ist. Unter Berücksichtigung aller Neuerungen werden die Ukrainer einen besseren Service während ihrer Reisen in Europa erhalten.
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