Ermittlungen zu Minditsch: NABU-Chef entlastet Jermak und Umjerow.
Kein Verdacht gegen Spitzenbeamte
Nach Angaben von TSN.ua: Der Direktor des Nationalen Antikorruptionsbüros der Ukraine (NABU), Semen Krywonos, hat klargestellt, dass gegen zwei hochrangige Politiker derzeit kein Anfangsverdacht besteht. Im Rahmen einer Sitzung des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses erläuterte Krywonos, dass weder Andrij Jermak, der ehemalige Leiter des Präsidialamtes, noch der amtierende Verteidigungsminister Rustem Umjerow in der Affäre um den Unternehmer Timur Minditsch als Beschuldigte geführt werden. Dies ist eine wichtige Präzisierung im laufenden Verfahren.
Krywonos betonte ausdrücklich, dass Jermak nie offiziell unter Verdacht gestellt wurde. Auch Umjerow habe weder den Status eines Verdächtigen noch eines Angeklagten. Ein weiteres wichtiges Detail: Im November 2025 fanden keine Durchsuchungen im Dienstzimmer von Andrij Jermak statt. Die Ermittlungen konzentrieren sich somit auf andere Personen.
Zeitlicher Ablauf der Ermittlungen
Die Hintergründe: Bereits am 10. November 2025 durchsuchte das NABU die Räumlichkeiten von Timur Minditsch und des ehemaligen Energieministers Herman Haluschtschenko. Knapp drei Wochen später, am 28. November 2025, entließ Präsident Wolodymyr Selenskyj Andrij Jermak von seiner Position als Chef des Präsidialamtes. Diese Entlassung steht zeitlich im Kontext der Ermittlungen, betrifft Jermak in der Sache Minditsch aber nicht direkt.
Der Fall zeigt die anhaltende Intensität der Antikorruptionsermittlungen in der Ukraine, die auch vor den höchsten Regierungsetagen nicht Halt machen. Die Entlastung der beiden Spitzenpolitiker in diesem speziellen Verfahren unterstreicht, dass die Behörden differenziert vorgehen. Die Entwicklung bleibt beobachtenswert, da solche Verfahren stets auch politische Dynamiken beeinflussen können.
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