Über 20 NABU-Mitarbeiter durchsucht: Ermittler wegen Russland-Geschäften unter Verdacht.
Durchsuchungen bei der ukrainischen Antikorruptionsbehörde
Nach Angaben von Novyny.live: Die ukrainische Antikorruptionsbehörde NABU ermittelt gegen einen ihrer eigenen Detektive. Ruslan Magomedrasulow wird beschuldigt, illegale Geschäfte mit der Russischen Föderation getätigt zu haben, konkret den Verkauf von technischem Hanf nach Dagestan. Im Zuge dieser Ermittlungen wurden die Privat- und Dienstgebäude von mehr als 20 NABU-Bediensteten durchsucht.
NABU-Chef Semen Krywonos teilte mit, dass Magomedrasulow inzwischen aus der Untersuchungshaft entlassen wurde und seinen Dienst im Büro fortsetzt. Das Vorverfahren gegen ihn war zuvor nicht abgeschlossen worden, weil er in Untersuchungshaft saß. Im Sommer 2025 hatte der ukrainische Sicherheitsdienst SBU Magomedrasulow und seinem Vater Sentjabr den Verkauf von technischem Hanf zur Last gelegt. Der Detektiv war daraufhin am 21. Juli verhaftet worden.
Weitere Verdachtsfälle und interne Überprüfung
Im Zusammenhang mit dem Fall wurden mittlerweile gegen etwa sechs weitere Personen Vorwürfe in verschiedenen Strafverfahren erhoben. Magomedrasulow kooperiert nach Angaben der Behörde mit der internen Kontrollabteilung. Parallel läuft ein dienstliches Untersuchungsverfahren, das alle Umstände aufklären soll.
Der Fall hat hohe Wellen geschlagen, da er nicht nur interne Vorgänge beim NABU betrifft, sondern auch Geschäfte mit Russland – ein äußerst sensibles Thema im Kriegszustand. Die Ermittlungen berühren das Vertrauen in die ukrainischen Antikorruptionsbehörden und ihre Fähigkeit, mit potenzieller Korruption in den eigenen Reihen umzugehen. Der weitere Verlauf wird zeigen, wie effektiv das NABU interne Herausforderungen meistern und die Transparenz seiner Arbeit gewährleisten kann.
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