Oschadbank macht Kreditkartenkündigung zur Geduldsprobe: Kunden berichten von endlosen Wartezeiten.
Kreditkarte kündigen bei Oschadbank: Ein mühsamer Weg für Kunden
Nach Angaben von Novyny.live: Kunden der ukrainischen Oschadbank erleben derzeit Frustration, wenn sie ihre Kreditkarte schließen möchten. Die Bank hat spezielle Richtlinien, die diesen Prozess unnötig verkomplizieren. So ist ein persönlicher Besuch in der Filiale zwingend erforderlich, in der die Karte ursprünglich ausgestellt wurde. Zudem darf das Konto keinerlei Guthaben aufweisen – selbst Kleinstbeträge werden zum Hindernis.
Eine betroffene Kundin schildert ihre Odyssee:
„Ich habe 3 Kopeken auf dem Konto und kann meine Karte nicht schließen. Jetzt gehe ich zum fünften Mal in die Filiale... Heute werden die 3 Kopeken deaktiviert, und morgen muss ich schon wieder kommen.“ – Kundin der Oschadbank
Dieser Fall zeigt exemplarisch, wie aufwendig die Kündigung einer Kreditkarte bei diesem Institut sein kann.
Der bürokratische Ablauf der Kartenkündigung
Um ein Konto zu schließen, müssen Kunden persönlich in der Filiale erscheinen und sowohl einen gültigen Ausweis als auch die Karte selbst vorlegen. Voraussetzung ist ein vollständig ausgeglichener Kontostand – jegliches Guthaben muss vorher auf andere Konten überwiesen werden. Die gesamte Abwicklung kann nach Einreichung des Antrags bis zu 30 Tage in Anspruch nehmen. Eine Online-Kündigung ist ausschließlich für virtuelle Karten möglich, was für Besitzer physischer Plastikkarten besonders unpraktisch ist.
Ein Bankvertreter äußerte sich zu den Beschwerden:
„Es tut uns sehr leid, dass bei der Kontoschließung diese Situation für Sie entstanden ist.“
Interessanterweise bietet die Bank parallel bis Ende Juli einen Cashback von bis zu 500 Griwna für Kartenaufladungen an – ein Anreiz, der Kunden zum Offenhalten ihrer Konten bewegen soll.
Für viele Kunden wird die Kreditkartenkündigung bei der Oschadbank somit zur echten Herausforderung. Die Notwendigkeit mehrerer Filialbesuche und die Einhaltung strenger Bedingungen machen den Prozess zeitaufwendig und nervenaufreibend.
Diese Situation verdeutlicht, wie sehr interne Bankvorschriften den Kundenalltag erschweren können – besonders in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Finanzmarkt. Während das Cashback-Angebot für manche Kunden attraktiv erscheint, um die Karte weiterzunutzen, empfinden andere es als zusätzliche Hürde, wenn sie ihre Konten tatsächlich schließen möchten. Die Unzufriedenheit über die mangelnde Flexibilität der Bank könnte langfristig das Vertrauen der Kunden beeinträchtigen.
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