Neue Vorschriften in Polen: Was sich für ukrainische Geflüchtete und Autofahrer ändert.
Aktuelle Regelungen für Ukrainerinnen und Ukrainer in Polen
Nach Angaben von TSN.ua: Polen hat die Aufenthaltsregeln für Ausländer, insbesondere aus der Ukraine, angepasst. Verlieren ukrainische Staatsangehörige nun ihren legalen Aufenthaltsstatus, müssen sie das Land innerhalb von 30 Tagen verlassen. Hintergrund dieser Entscheidung ist das Auslaufen des Sondergesetzes zur Unterstützung ukrainischer Bürger, das am 5. März 2026 endet. Der temporäre Schutz für Ukrainer in Polen wurde jedoch bis zum 4. März 2027 verlängert, was den derzeit im Land lebenden Menschen eine gewisse Planungssicherheit bietet. Diese Verlängerung zeigt das anhaltende Engagement Polens, Schutzsuchenden aus der Ukraine eine Perspektive zu geben.
Ebenfalls geändert wurde die Frist für den Antrag auf eine PESEL-UKR-Nummer. Sie beträgt nun nur noch 30 Tage nach der Einreise nach Polen. Diese Anpassungen sollen den Legalisierungsprozess für Ukrainer und andere Ausländer vereinfachen.
Verschärfte Regeln im Straßenverkehr
Neben den aufenthaltsrechtlichen Neuerungen führt Polen auch strengere Verkehrsregeln ein. Autofahrern droht jetzt ein dreimonatiger Führerscheinentzug, wenn sie auf zweispurigen Straßen die Geschwindigkeit um 51 km/h oder mehr überschreiten. Das Bußgeld beginnt bei 1.500 Zloty, mindestens 13 Punkte in Flensburg sind die Folge. Allein im vergangenen Jahr verloren über 24.000 Fahrer in Polen ihren Führerschein wegen überhöhter Geschwindigkeit innerorts – ein deutliches Zeichen für die problematische Lage auf den Straßen.
Diese Maßnahmen sind Teil der Bemühungen der polnischen Regierung, die Ordnung und Sicherheit im Verkehr zu erhöhen und gleichzeitig ausländische Mitbürger zu unterstützen. Die neuen Aufenthaltsregelungen spiegeln die Anpassung der Gesetzgebung an die andauernde Kriegssituation in der Ukraine und die Bedürfnisse der Geflüchteten wider. Die verschärften Verkehrskontrollen zielen darauf ab, die Sicherheit für alle zu erhöhen, gerade angesichts der wachsenden Zahl von Autofahrern, darunter auch vielen Ausländern. Beide Regelpakete werden das Leben im Land spürbar verändern.
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