Slowakischer Präsident nennt MiG-Lieferung an Ukraine einen Fehler.
Pellegrini kritisiert Entscheidung zur Weitergabe von Kampfjets
Nach Angaben von TSN.ua: Der slowakische Präsident Peter Pellegrini hat die Übergabe von MiG-29-Kampfflugzeugen an die Ukraine als Fehler bezeichnet. Seiner Ansicht nach hat sich die Slowakei damit in eine Abhängigkeit von der Hilfe ihrer Nachbarländer begeben, ohne selbst einen Ersatz für die Maschinen zu erhalten. Pellegrini betonte, dass kein anderes Land in dieser Weise eigene Waffensysteme geopfert habe.
Vollständige Auslieferung der MiG-29-Flotte
Die slowakischen Streitkräfte übergaben zunächst vier MiG-29 an die Ukraine. Bis zum 17. April 2023 befanden sich dann alle 13 slowakischen Maschinen dieses Typs im Besitz der ukrainischen Armee. Gleichzeitig stellte Präsident Pellegrini klar, dass die Slowakei die Ukraine künftig nicht weiter militärisch unterstützen werde. Er fügte hinzu, dass andernfalls kein einziges Flugzeug das Land hätte verlassen können.
Diese Aussage spiegelt die innenpolitischen Kontroversen in der Slowakei über die militärische Unterstützung der Ukraine und deren Auswirkungen auf die eigene Verteidigungsfähigkeit wider. — Peter Pellegrini
Die Position des Staatsoberhaupts zeigt somit Besorgnis über die Sicherheitslage der Slowakei nach der Weitergabe der Militärtechnik. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Spannungen in der Region deuten solche Äußerungen auf einen möglichen Bedarf für eine Überprüfung der slowakischen Verteidigungsstrategie und die Suche nach Alternativen zur Stärkung der eigenen militärischen Fähigkeiten hin. Die Debatte verdeutlicht das schwierige Abwägen zwischen Solidarität und nationalen Sicherheitsinteressen.
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