Neues Gesetz in der Ukraine: Keine Nebenkosten mehr für kriegszerstörte Wohnungen.
Erleichterung für Eigentümer beschädigter Immobilien
Nach Angaben von TSN.ua: Am 25. März hat das ukrainische Parlament (Werchowna Rada) mit dem Gesetz Nr. 13155 eine wichtige Entlastung auf den Weg gebracht: Wer durch den Krieg eine beschädigte oder zerstörte Immobilie besitzt, muss während des Kriegsrechts und ein Jahr danach keine Nebenkosten mehr zahlen. Ziel ist es, die Abrechnung von Betriebskosten und die Erfassung von Schäden an Immobilien als Folge des bewaffneten Konflikts klar zu regeln. Damit sollen betroffene Bürger finanziell entlastet werden, denn viele stehen nach der Zerstörung ihres Zuhauses vor dem Nichts.
Kernpunkte des neuen Gesetzes
Das verabschiedete Dokument sieht vor, dass die Gebühren für die Verwaltung von Mehrfamilienhäusern nicht mehr erhoben werden, wenn das Gebäude beschädigt oder zerstört und nicht mehr nutzbar ist. Auch die Zahlung einzelner Nebenkosten entfällt für den Zeitraum, in dem die Immobilie tatsächlich unbewohnbar ist. Zudem wird ein Mechanismus zur Erfassung der Kriegsschäden an Immobilien eingeführt, der den tatsächlichen Zustand der Zerstörung dokumentiert und als Grundlage für Entschädigungen dient.
Darüber hinaus regelt das Gesetz die Zusammenarbeit von Behörden, Hausverwaltungen und Versorgungsunternehmen bei der Schadensfeststellung und der Einstellung von Gebühren. Wichtig zu wissen: Um die Vergünstigung zu erhalten, darf das durchschnittliche Einkommen pro Familienmitglied 4.240 Hrywnja nicht übersteigen. Diese Initiative soll den finanziellen Druck auf die vom Krieg betroffenen Ukrainer mindern und den Wiederaufbau des Wohnungsbestands im Land vorantreiben.
„Die Verabschiedung dieses Gesetzes ist ein wichtiger Schritt zur Unterstützung der vom Krieg betroffenen Bevölkerung, denn finanzielle Schwierigkeiten können ein ernstes Hindernis für die Wiederherstellung und den Wiederaufbau zerstörter Wohnungen darstellen.“
Das Gesetz zielt auch darauf ab, ein System zur Erfassung von Schäden zu schaffen, mit dem die Regierung das Ausmaß der Verwüstung besser einschätzen und Wiederaufbaumaßnahmen planen kann. Diese Neuerungen könnten sich positiv auf die sozioökonomische Lage des Landes in der Zeit nach den Kampfhandlungen auswirken.
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