Zelenskyj warnt: Russland plant gezielte Angriffe auf ukrainische Atomkraftwerke.

Zelenskyj warnt: Russland plant gezielte Angriffe auf ukrainische Atomkraftwerke
Zelenskyj warnt: Russland plant gezielte Angriffe auf ukrainische Atomkraftwerke

Präsident Zelenskyj zu russischen Drohungen gegen Atomkraftwerke

Nach Angaben von UATV: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor konkreten russischen Plänen gewarnt, ukrainische Atomkraftwerke anzugreifen. Diese Informationen stammen aus ukrainischen Geheimdienstquellen. Dem Kreml gehe es darum, durch gezielte Schläge gegen Umspannwerke der AKW die Energieerzeugung lahmzulegen und die Ukraine so zur Kapitulation zu zwingen. Solche Pläne, die Stromproduktion in Atomkraftwerken zu zerstören, unterstreichen erneut den genozidalen Charakter des russischen Angriffskrieges. Die Bedrohung der nuklearen Sicherheit stellt eine Gefahr weit über die Ukraine hinaus dar.

Angriffe auf die Energieinfrastruktur

Seit Kriegsbeginn zielen russische Angriffe systematisch auf Umspannwerke und Stromleitungen in der Ukraine und gefährden so die gesamte Energieversorgung. In der Nacht zum 19. Januar griff die russische Armee ein kritisches Infrastrukturobjekt in Charkiw an. Bei einem weiteren Angriff wurden in der Region Tschernihiw fünf Schlüsselobjekte der Energieversorgung beschädigt. Es gibt in der Ukraine mittlerweile kein einziges Kraftwerk mehr, das nicht von russischen Angriffen getroffen wurde. Allein im Jahr 2025 führte Russland 612 gezielte kombinierte Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur durch.

Für die Reparaturen sind fast 58.000 Fachkräfte im Einsatz. Als Reaktion auf diese Zerstörungen hat Großbritannien 20 Millionen Pfund für die Wiederherstellung der ukrainischen Energieinfrastruktur zugesagt. Norwegen stellt 200 Millionen US-Dollar zur Deckung des ukrainischen Energiebedarfs bereit.

Andrij Sybiha betonte, dass Moskau in seinem genozidalen Ziel, die Ukrainer mitten im Winter von der Stromversorgung abzuschneiden, keine Grenzen kenne.

Ministerpräsident Denys Schmyhal verwies darauf, dass die Ukraine dringend zusätzliche 2,2 bis 2,7 Gigawatt Kraftwerksleistung benötige, um den Bedarf der Regionen und Gemeinden decken zu können. Diese Situation erfordert sofortige Maßnahmen, um die Stabilität des nationalen Energiesystems zu gewährleisten.

Die Ereignisse zeigen die kritische Lage im ukrainischen Energiesektor, die schnelles Handeln für Sicherheit und Stabilität erfordert. Der Wiederaufbau der Infrastruktur nach den Angriffen ist eine immense staatliche Aufgabe, die durch die winterlichen Bedingungen noch erschwert wird. Die internationale Unterstützung, insbesondere die finanzielle Hilfe aus Großbritannien und Norwegen, kann dabei ein wichtiger Faktor für die Reparatur und Modernisierung der ukrainischen Energieanlagen sein.


Lesen Sie auch

Werbung