Russlands neue Drohneneinheiten: Das Zentrum "BARS-Sarmat" im Fokus.
Russland baut seine Drohnenkapazitäten massiv aus
Nach Angaben von TSN.ua: Russland treibt den Ausbau seiner unbemannten Luftfahrtsysteme weiter voran. Dafür werden neue Spezialverbände aufgestellt und erhebliche Mittel in Innovationen investiert. Im Zentrum dieser Bemühungen steht das "Zentrum für unbemannte Systeme mit Sonderauftrag BARS-Sarmat", das sowohl seine Fähigkeiten als auch sein Personal erweitert. Am 16. Februar 2026 kündigte Dmitri Rogosin eine Ausweitung der Aktivitäten dieses Zentrums an. Es wird künftig für die Erprobung von Ausrüstung und operativen Konzepten für die Truppe zuständig sein.
Neue Taktiken und technologische Entwicklungen
Der Schwerpunkt von "BARS-Sarmat" liegt auf Spezialeinheiten, die Drohnen bis zu 30–35 Kilometer hinter der Frontlinie einsetzen. Diese Vorgehensweise markiert einen Wandel in der Luftangriffstaktik, den Russland in seine Militärstrategie integriert. Besonders auffällig ist die Umrüstung der "Gerbera"-Drohnen zu Trägern für FFPV-Angriffsdrohnen, was präzisere Treffer auf feindliche Stellungen ermöglicht.
Die Reichweite der "Gerbera"-Drohnen beträgt bis zu 640 Kilometer, was sie zu einem effektiven Instrument in modernen Konflikten macht. Mit einem Stückpreis von etwa 2000 US-Dollar sind sie zudem vergleichsweise kostengünstig, was ihren flächendeckenden Einsatz begünstigt. Diese Entwicklungen zeigen, wie Russland neue Technologien in seine Militärstrategie einbettet und damit eine neue militärische Spezialisierung schafft: den 'Soldat-Technologen', der für Steuerung und Betrieb der unbemannten Systeme verantwortlich ist.
Die Erweiterung des Zentrums "BARS-Sarmat" und die veränderte Einsatzdoktrin für Drohnen unterstreichen Russlands Bestreben, seine militärische Position zu stärken und sich den Herausforderungen der Kriegsführung im 21. Jahrhundert anzupassen. Solche Investitionen in Hightech und Spezialisten zeigen das klare Ziel, militärisch wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies könnte insbesondere für die Sicherheitsarchitektur in Osteuropa neue strategische Fragen aufwerfen, da effektivere Drohnensysteme das Kräfteverhältnis an der Front potenziell verschieben können.
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