Machtverfall der russischen Oligarchen: Krieg, Sanktionen und die neue Ohnmacht.
Vom Strippenzieher zum Getriebenen: Wie Sanktionen und Angst die Oligarchen entmachten
Nach Angaben von UATV: Ihre einst gewaltige Rolle bei der Aggression gegen die Ukraine ist deutlich geschrumpft. Zwar listet Forbes weiterhin 140 russische Oligarchen mit einem Gesamtvermögen von 580 Milliarden US-Dollar auf, doch internationale Sanktionen und eigene Ängste haben ihre Position im aktuellen Krieg grundlegend verändert. Im Jahr 2026 finanzieren zwar noch 81 von ihnen den Angriffskrieg, doch ihr politischer Einfluss und ihre Macht über staatliche Entscheidungen schwinden spürbar. Diese Entwicklung zeigt, wie der Krieg auch die innere Machtarchitektur Russlands verändert.
Zu den bekannten Akteuren, die direkt in den Krieg involviert sind, zählt Oleg Deripaska, der sogenannte 'Freiwillige' an die Front entsendet. Seine eigenen Aussagen verraten jedoch die tiefe Verunsicherung in dieser Schicht.
„Wir verlieren einfach dumm alles, was wir 2022-2023 mit so schwerer und beharrlicher Arbeit mobilisieren konnten“ - Oleg Deripaska, ein Zeichen dafür, dass ihre Handlungsspielräume schrumpfen.
Ein weiteres Beispiel ist der Oligarch Ruben Wardanjan. Seit 2022 steht er auf ukrainischen Sanktionslisten, 2023 wurde er in Aserbaidschan festgenommen. Früher saß er im Aufsichtsrat der Holding 'Wolga-Dnepr', die ebenfalls von EU-, US- und kanadischen Sanktionen betroffen ist. Diese Fälle illustrieren, wie die einflussreichen Magnaten nun selbst die Konsequenzen des internationalen Drucks zu spüren bekommen.
Zweifel an der Führung breiten sich in den Eliten aus
Parallel dazu mehren sich in russischen Elitekreisen offenbar kritische Fragen zur Führungsfähigkeit des Präsidenten.
„Jetzt entsteht in den Eliten, die Putin umgeben, die Frage: Ist er überhaupt noch bei Verstand, dieser Putin?“ - Ilja Neschodowski. Solche Äußerungen deuten auf wachsende Besorgnis und Verunsicherung unter denen hin, die die aggressive Kreml-Politik einst stützten.
Zusammengefasst haben Sanktionen und Furcht die Rolle der Oligarchen im Ukraine-Krieg entscheidend geschwächt. Ihr Einfluss nimmt ab, während die politische Lage im Land immer angespannter wird – mit potenziell weitreichenden Folgen für Russlands Innen- und Außenpolitik. Der Machtverlust dieser einst so mächtigen Wirtschaftslenker deutet auf eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse in der russischen Gesellschaft hin. Die Situation könnte interne Machtkämpfe um Einfluss und Ressourcen verschärfen, da Sanktionen ihre Möglichkeiten begrenzen. Dies wiederum könnte die Strategie des Kreml im Ukraine-Konflikt und seine gesamte Außenpolitik beeinflussen.
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