Ukrainische Spezialkräfte zerstören Radar und erbeuten russische Technik.
Operation "Zitadelle"
Nach Angaben von TSN.ua: Bei einer spektakulären Aktion haben Spezialkräfte des 73. Marinezentrums der SSO einen russischen Militärstützpunkt ausgehoben. Im Zuge der Operation "Zitadelle" erbeuteten sie geheime Ausrüstung der Russischen Föderation und zerstörten die Radaranlage "Newa-B". Die Mission dauerte fünf Stunden und fand bei eisigen Temperaturen von minus sechs Grad Celsius statt. Die Landung auf die zu einem militärischen Vorposten umgebaute Plattform erfolgte aus einer Höhe von bis zu 1,8 Metern über dem Meeresspiegel.
Die Spezialkräfte konnten erfolgreich Ausrüstung von den sogenannten "Boiko-Plattformen" sicherstellen, die bereits 2014 von Russland besetzt worden waren. Zu den zerstörten Anlagen gehörte neben der Radaranlage "Newa-B" auch Relaisstationen für die Drohnen Mohajer-6 sowie Ausrüstung für Shahed-Drohnen. Eine durch die Operation ausgelöste Explosion verursachte einen Großbrand auf der Plattform, wodurch der gesamte Stützpunkt außer Gefecht gesetzt wurde. Solche Plattformen im Schwarzen Meer haben für Russland hohe strategische Bedeutung.
Monatelange Vorbereitung und extreme Bedingungen
Die Operation erforderte höchstes Training, weshalb die Einheit sechs Wochen lang an maßstabsgetreuen Modellen übte. Ein Teilnehmer, Oberleutnant "Smola", schilderte die Situation: "Wir wussten nicht sicher, ob sich Feinde vor Ort befanden. Zuerst ging die Kontrollgruppe an Land, dann die Aufklärungsgruppe. Das Rauschen des Meeres übertönte praktisch den Sound unseres Außenbordmotors."
Ein weiterer Beteiligter, Unterleutnant "Zhuk", beschrieb die gefährliche Landung: "Wir mussten auf die Plattform in bis zu 1,8 Metern Höhe klettern. Es galt, den Moment abzuwarten, in dem eine Welle das Boot anhob, und dann sofort zu springen."
Für den erfolgreichen Einsatz erhielt Oberleutnant "Smola" den Bogdan-Chmelnyzkyj-Orden dritter Klasse, Unterleutnant "Zhuk" wurde mit dem Kreuz der Spezialeinsatzkräfte ausgezeichnet. Diese Operation markiert einen wichtigen Erfolg im Abwehrkampf gegen die russische Aggression und unterstreicht das hohe Ausbildungsniveau ukrainischer Spezialkräfte.
Der gelungene Verlauf der Operation "Zitadelle" zeigt die wachsende Bedeutung spezialisierter Einheiten in der ukrainischen Militärstrategie. Die Erbeutung feindlicher Technik und die Zerstörung von Schlüsselinfrastruktur stärken die operative Handlungsfähigkeit der ukrainischen Streitkräfte, während sie gleichzeitig die Aufklärungsmöglichkeiten des Gegners mindern. Derartige Aktionen sind essenziell für die Verteidigung und tragen dazu bei, die Kontrolle in umkämpften Gebieten zu festigen.
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