Fünf Millionen Griwna Entschädigung: Staat muss zu Unrecht verurteilten Mann entschädigen.

Fünf Millionen Griwna Entschädigung: Staat muss zu Unrecht verurteilten Mann entschädigen
Fünf Millionen Griwna Entschädigung: Staat muss zu Unrecht verurteilten Mann entschädigen

Gericht spricht moralischen Schadensersatz zu

Nach Angaben von TSN.ua: Das Berufungsgericht in Iwano-Frankiwsk hat die Ukraine dazu verpflichtet, einem Mann fünf Millionen Griwna als Ausgleich für immaterielle Schäden zu zahlen. Er war wegen Mordes verurteilt worden, obwohl es an belastbaren Beweisen mangelte. Der Fall geht auf eine Straftat zurück, die in der Nacht zum 19. August 2013 im Rajon Kolomyja verübt wurde – ein langer Rechtsstreit nahm seinen Anfang.

Der damals 28-jährige Angeklagte war bereits polizeilich bekannt, da er wegen Diebstahls vorbestraft war. Ihm wurde vorgeworfen, einer älteren Frau 26 Messerstiche zugefügt zu haben. Das Gericht verurteilte ihn zu 13 Jahren Haft, von denen er sechseinhalb Jahre verbüßte. 2020 kam er unter Auflagen frei, doch 2024 sprach ihn ein Gericht erneut schuldig und verhängte wieder 13 Jahre.

Verfahren eingestellt, Entschädigung folgt

Im Januar 2025 hob der Oberste Gerichtshof alle vorherigen Urteile auf und stellte das Verfahren ein. Daraufhin forderte der Mann 15 Millionen Griwna Schmerzensgeld. Das Stadt- und Rajongericht Kolomyja gab der Klage teilweise statt und sprach ihm zwei Millionen zu. Das Berufungsgericht erhöhte diese Summe jedoch auf fünf Millionen Griwna.

Dieser Fall unterstreicht, wie wichtig die Wahrung der Menschenrechte in der Justiz ist, und könnte die künftige Rechtsprechung in der Ukraine maßgeblich beeinflussen.

Die Zahlung einer Entschädigung für seelisches Leid zeigt, dass das Rechtssystem eigene Fehler eingesteht, die zu unrechtmäßigen Urteilen führen können. Sie verdeutlicht zudem, wie unerlässlich eine gründliche Aufklärung von Straftaten ist, um derartige Justizirrtümer künftig zu vermeiden.


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