Gedenken an Holocaust-Opfer: Zeichen gegen Gleichgültigkeit in Lwiw und Kiew.
Gedenkveranstaltung in Lwiw
Nach Angaben von UATV: Am 27. Januar 2023 gedachten die Menschen in Lwiw der Opfer des Holocaust. Bei der Zeremonie wurden Gebete gesprochen, Kerzen entzündet und Blumen am Denkmal für die Opfer des Ghettos niedergelegt. Das Lwiwer Ghetto war während des Zweiten Weltkriegs das größte auf dem Gebiet der UdSSR und das drittgrößte in Osteuropa. In den zwei Jahren seines Bestehens wurden über 136.000 Juden durch das Lwiwer Ghetto getrieben. Diese Zahl verdeutlicht das unermessliche Ausmaß der Verbrechen.
Staatsakt in Kiew
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm ebenfalls an einer Gedenkveranstaltung in Kiew teil. Er besuchte Babyn Jar, den Ort der Massenerschießungen durch die Nationalsozialisten. An der Zeremonie nahmen Vertreter des Präsidialamts, der Regierung, Rabbiner, ausländische Botschafter und Repräsentanten internationaler Organisationen teil.
„Der Hass auf ein Volk hört niemals von selbst auf, wenn andere gleichgültig bleiben.“ – Wolodymyr Selenskyj
Solche Gedenkveranstaltungen in der Ukraine sind von großer Bedeutung für die Bewahrung des historischen Gedächtnisses und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie erinnern nicht nur an die tragischen Kapitel der Vergangenheit, sondern mahnen auch zum aktiven Kampf gegen Antisemitismus und andere Formen des Hasses. In der heutigen Zeit ist es besonders wichtig, allen Versuchen entgegenzutreten, die Gesellschaft entlang ethnischer oder religiöser Linien zu spalten.
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