Klima-Experiment im Ozean: 65.000 Liter Chemikalien in der Massachusetts Bay.

Klima-Experiment im Ozean: 65.000 Liter Chemikalien in der Massachusetts Bay
Klima-Experiment im Ozean: 65.000 Liter Chemikalien in der Massachusetts Bay

Ein Test für das Weltklima

Nach Angaben von TSN.ua: Vor der Küste von Boston, in der Massachusetts Bay, führten Forscher im August 2023 ein bemerkenswertes Experiment durch. Sie leiteten rund 65.000 Liter einer chemischen Lösung ins Meer. Das Ziel: die Alkalinität des Ozeans gezielt zu erhöhen, um einen neuen Weg im Kampf gegen den Klimawandel zu testen. Verantwortlich für das Projekt LOC–NESS waren Wissenschaftler des Woods Hole Oceanographic Institute, die ihre Arbeit etwa 80 Kilometer vor der Küste des Bundesstaates Massachusetts durchführten.

Messbare Erfolge im Kampf gegen CO₂

Die Ergebnisse waren vielversprechend. Der pH-Wert des Wassers stieg von 7,95 auf 8,3 an – ein klarer Beleg für die Wirksamkeit der Methode. Bereits in den ersten Tagen wurden etwa 10 Tonnen Kohlenstoff gebunden. Hochrechnungen zeigen, dass das verwendete Natriumhydroxid im Laufe eines Jahres schätzungsweise weitere 50 Tonnen CO₂ aus der Atmosphäre ziehen könnte. Diese Mengen stehen im Kontrast zu den gewaltigen 38 Billionen Tonnen CO₂, die bereits global in den Ozeanen gelöst sind.

„Die ersten Ergebnisse zeigen, dass wir solche Experimente präzise steuern können.“

Adam Subhas, leitender Forscher

Der Versuch in der Massachusetts Bay ist Teil internationaler Bemühungen, durch gezielte Veränderung der Ozeanchemie dem Klimawandel zu begegnen. Eine höhere Alkalinität hilft, mehr Kohlendioxid aus der Luft zu binden – ein entscheidender Schritt zur Erreichung der Klimaziele. Solche Ansätze des sogenannten „Ocean Alkalinity Enhancement“ könnten, sollten sie sich im großen Maßstab bewähren, zu einem wichtigen Werkzeug werden. Die positiven Resultate dieses Pilotversuchs liefern daher wertvolle Impulse für die weitere Forschung und mögliche künftige Anwendungen weltweit.


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