Ungarn knüpft Rückgabe von Oschadbank-Geldern an Öllieferungen.

Ungarn knüpft Rückgabe von Oschadbank-Geldern an Öllieferungen
Ungarn knüpft Rückgabe von Oschadbank-Geldern an Öllieferungen

Beschlagnahmte Gelder in Ungarn

Nach Angaben von TSN.ua: Die ungarische Regierung stellt die Rückgabe von beschlagnahmten Geldern ukrainischer Oschadbank-Boten an eine Bedingung: die Wiederaufnahme von Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline. Bei der Festnahme der Geldboten am 6. März 2023 wurden erhebliche Werte sichergestellt: 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro und 9 Kilogramm Gold. Experten zufolge entspricht der beschlagnahmte Bargeldbetrag dem Bedarf des ukrainischen Devisenmarktes für 7 bis 10 Tage.

Seit der Schließung des ukrainischen Luftraums im Jahr 2022 sind Landrouten der primäre Weg, um Bargeld in die Ukraine zu bringen. Ungarn hält die beschlagnahmten Werte jedoch weiterhin zurück. Der ungarische Finanzminister János Lázár betonte:

„Wir haben das nicht zufällig getan, und wir werden ihnen das Geld nicht zurückgeben.“ – János Lázár

Er fügte hinzu: „Das Geld bleibt vorerst hier. Wir warten auf die Öffnung der Pipeline und auf neue Geldlieferungen durch Ungarn.“

Der Vorfall weckt Verdachtsmomente hinsichtlich Geldwäsche, möglicher Finanzierung organisierter Kriminalität oder politischer Geldgeschäfte. János Lázár stellte die Frage: „Was ist für die Ukrainer so wichtig, dass sie Geld in Gold, Dollar und Euro transportieren?“ Dies deutet auf erhebliche Zweifel an der Legalität und dem Zweck dieses Transports hin.

Wirtschaftliche Auswirkungen

Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage in der Ukraine und der direkten Auswirkungen auf den Devisenmarkt scheint Ungarn diese Beschlagnahmung als politischen und wirtschaftlichen Druckhebel zu nutzen. Seit August 2025 erlaubt die ukrainische Nationalbank Banken zudem, Bankmetalle an Schmuckhersteller zu verkaufen – eine Maßnahme, die die ohnehin angespannte Bargeldversorgung weiter verkomplizieren könnte.

Die Situation unterstreicht die angespannten Beziehungen zwischen der Ukraine und Ungarn und zeigt, wie externe Faktoren die ukrainische Binnenwirtschaft beeinflussen. Die Verknüpfung der Geldrückgabe mit der Wiederaufnahme von Öllieferungen macht deutlich, dass wirtschaftliche Entscheidungen oft politischen Interessen folgen. Dies könnte schwerwiegende Folgen für die finanzielle Stabilität der Ukraine in Kriegs- und Krisenzeiten haben.


Lesen Sie auch

Werbung