Ungarn stellt der EU ein Ultimatum zur Ölpipeline 'Druschba': Das steckt hinter dem Blockadevorhaben.
Ungarn und die Ölpipeline 'Druschba'
Nach Angaben von Novyny.live: Am 16. März nutzte Ungarn im EU-Rat die Frage der Pipeline 'Druschba' als Druckmittel, um Zugeständnisse in den Verhandlungen über die Ukraine zu erzwingen. Außenminister Péter Szijjártó erklärte, sein Land werde sowohl neue Finanzhilfen als auch weitere Sanktionen gegen Russland blockieren – solange der Transit von russischem Öl nicht wieder aufgenommen werde. Wörtlich sagte er:
„Die Sache ist ganz einfach. Solange wir unter einer Ölblockade leiden, werden wir dieser Entscheidung nicht zustimmen.“
Hintergrund: Die Pipeline war Ende Januar durch einen russischen Angriff beschädigt worden, woraufhin der Transport zum Erliegen kam. Ungarn und die Slowakei machen nach Angaben von Reuters Kiew für die Verzögerung verantwortlich. Budapest stellt klar, dass es keinen Beschlüssen zustimmen werde, die der Ukraine nützen, bevor der Ölfluss durch die 'Druschba'-Pipeline nicht wiederhergestellt sei.
Finanzhilfen und Sanktionen
Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten im Dezember ein Darlehen von 90 Milliarden Euro für die Ukraine vereinbart. Parallel dazu wird über das 20. Sanktionspaket der EU gegen Russland verhandelt. Doch die Wiederinbetriebnahme der Pipeline 'Druschba' ist zu einem zentralen Streitpunkt geworden – ohne eine Einigung in dieser Frage droht Ungarn mit einem Veto.
Der Streit um die Pipeline zeigt, wie stark energiepolitische Fragen die europäische Russland- und Ukrainepolitik beeinflussen können. Ungarns Blockadehaltung könnte den gesamten EU-Kurs in der Unterstützung Kiews gefährden und unterstreicht die hohe Bedeutung der Energieversorgungssicherheit in Zeiten des Konflikts. Dieser Vorfall verdeutlicht zudem, wie nationale Energieinteressen politische Entscheidungen auf europäischer Ebene massiv beeinflussen können.
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