Strafzahlungen drohen: Was ukrainische Immobilienbesitzer für zu viel Wohnfläche zahlen müssen.
Steuerpflicht für Wohnimmobilien in der Ukraine – was Eigentümer wissen müssen
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine sind Eigentümer von Wohnimmobilien verpflichtet, eine Steuer auf sogenannte „überflüssige“ Quadratmeter zu entrichten. Konkret geht es um die Abgabe für das Berichtsjahr 2025, die im Jahr 2026 fällig wird. Die gesetzliche Grundlage bildet die ukrainische Abgabenordnung, die Zahlungsfristen, das Verfahren und mögliche Sanktionen bei Verzug regelt.
Nach Erhalt der entsprechenden Steuermitteilung haben Immobilienbesitzer 60 Tage Zeit, die geforderte Summe zu begleichen. Wer diese Frist versäumt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen:
- Bei einer Verzögerung von bis zu 30 Tagen fallen 5 Prozent des ausstehenden Betrags als Strafe an;
- Liegt der Zahlungsrückstand bei mehr als 30 Tagen, erhöht sich der Strafbetrag auf 10 Prozent.
Zusätzlich wird für jeden Tag des Verzugs eine Verzugsgebühr auf die Steuerschuld erhoben. Zum Stand März 2026 beträgt der Leitzins der Nationalbank der Ukraine 15 Prozent. Die Verzugszinsen belaufen sich auf 18 Prozent jährlich – das entspricht etwa 0,049 Prozent pro Tag.
Freigrenzen und Handlungsempfehlungen für Eigentümer
Bei Nichtzahlung drohen den Eigentümern weitreichende Konsequenzen: Die Steuerbehörde kann eine Pfändung auf die Immobilie setzen, Verkäufe oder andere Transaktionen mit dem Objekt einschränken oder die Schulden zwangsweise eintreiben. Wichtig zu wissen: Die Steuerpflicht greift erst ab bestimmten Quadratmeterzahlen. Bei Wohnungen liegt die Grenze bei 60 Quadratmetern, bei Häusern bei 120 Quadratmetern. Besitzt jemand beide Arten von Wohnraum gleichzeitig, gilt eine Freigrenze von 180 Quadratmetern.
Immobilieneigentümer sollten die Zahlungsfristen genau im Blick behalten und Verzögerungen unbedingt vermeiden, um zusätzliche Kosten durch Strafen und Verzugszinsen zu umgehen.
Diese neue Regelung zur Besteuerung von Überflächen könnte vor allem Besitzer großer Wohnobjekte finanziell spürbar treffen. Angesichts der hohen Strafen und Verzugszinsen ist es für Eigentümer essenziell, ihre steuerlichen Pflichten zu kennen und termingerecht zu erfüllen. Die Einführung dieser Norm könnte zudem den Immobilienmarkt beeinflussen, indem sie Eigentümer dazu bewegt, ihre Investitionen und Besitzstrategien zu überdenken.
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