Diese Kreatur überlebt Strahlung, die für Menschen tausendfach tödlich ist.

Diese Kreatur überlebt Strahlung, die für Menschen tausendfach tödlich ist
Diese Kreatur überlebt Strahlung, die für Menschen tausendfach tödlich ist

Rädertierchen mit erstaunlicher Strahlentoleranz entdeckt

Nach Angaben von TSN.ua: Forscher haben herausgefunden, dass Rädertierchen aus der Klasse Bdelloidea Strahlung aushalten können, die tausendmal höher ist als die für den Menschen tödliche Dosis. Diese bemerkenswerte Fähigkeit verdanken sie einem speziellen DNA-Reparaturmechanismus, der es ihnen ermöglicht, selbst nach schweren Schäden am Erbgut funktionsfähig zu bleiben. Zum Vergleich: Für einen Menschen wäre eine derartige Strahlenbelastung innerhalb kürzester Zeit tödlich.

Seit über 40 Millionen Jahren pflanzen sich diese Rädertierchen ausschließlich ungeschlechtlich fort. Dies könnte ein Hinweis auf ihre Anpassung an extreme Lebensbedingungen sein, denn sie gedeihen in Umgebungen, die für die meisten anderen Lebewesen lebensfeindlich sind. Wenn die Tiere unter Stress geraten, werden ihre Zellmembranen durchlässig für fremde DNA – ein Prozess, der vermutlich die Reparatur unterstützt.

Bedeutung für Wissenschaft und Medizin

Die Erforschung der Bdelloidea-Rädertierchen könnte weitreichende Folgen haben: von der Entwicklung neuer Strahlenschutzmittel über medizinische Fortschritte bis hin zur Vorbereitung von Weltraummissionen. Das Verständnis der Mechanismen, die diesen Organismen das Überleben unter Extrembedingungen ermöglichen, eröffnet neue Perspektiven für Technologien zum Schutz von Lebewesen vor radioaktiver Strahlung.

Diese Studien unterstreichen, wie wichtig die Untersuchung von Lebewesen mit außergewöhnlichen Überlebensstrategien ist. Sie könnten als Vorbild für biomedizinische Innovationen und neuartige Behandlungsmethoden dienen. Angesichts wachsender Strahlungsrisiken sowohl im Weltall als auch auf der Erde könnten die Erkenntnisse über Rädertierchen entscheidend dazu beitragen, Menschen bei künftigen Raumfahrtmissionen zu schützen und Strahlenschäden besser zu behandeln.


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