Warum Ungarn und die Slowakei auf die Wiederaufnahme von Russland-Öl drängen.

Warum Ungarn und die Slowakei auf die Wiederaufnahme von Russland-Öl drängen
Warum Ungarn und die Slowakei auf die Wiederaufnahme von Russland-Öl drängen

Druck von Budapest und Bratislava auf Kiew

Nach Angaben von UATV: Ungarn und die Slowakei erhöhen den Druck auf die Ukraine und fordern die Wiederinbetriebnahme der russischen Ölpipeline 'Druschba'. Als Teil dieser Strategie blockierte Ungarn ein 90-Milliarden-Euro-Kreditpaket für die Ukraine sowie das 20. EU-Sanktionspaket gegen Russland. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán forderte am 9. März die EU zudem auf, Sanktionen gegen den russischen Energiesektor auszusetzen – eine Forderung, die in Kiew auf große Besorgnis stößt. Diese Schritte sind eng mit den Energieinteressen der beiden Länder verknüpft.

Die 'Druschba'-Pipeline wurde am 27. Januar durch einen Angriff der russischen Armee schwer beschädigt und ist seither außer Betrieb. Die Leitung hat eine Kapazität von 75.000 Tonnen. Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj könnte eine Reparatur innerhalb von eineinhalb Monaten abgeschlossen werden.

Reparaturdebatte und politische Forderungen

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico signalisierte bereits Bereitschaft, der EU-Kommission die technischen Kapazitäten seines Landes für eine Instandsetzung anzubieten. Experten wie Serhij Korezkyj sehen darin jedoch wenig Sinn:

„Weder aus technologischer noch aus sicherheitspolitischer Sicht gibt es einen Grund, sie wiederherzustellen“
. Die Diskussionen dauern an. Der polnische Regierungssprecher Władysław Kosiniak-Kamysz betonte:
„Das ist ein wichtiges Thema für die gesamte EU. Das Völkerrecht muss eingehalten werden“
.

Die politischen Entscheidungen der Slowakei und Ungarns in der Transitfrage könnten die Energiesicherheit und Wirtschaft der Ukraine erheblich beeinflussen. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges und der Sanktionen gegen Russland birgt eine Wiederaufnahme des Transits sowohl Risiken als auch mögliche kurzfristige Vorteile für die Ukraine. Die Frage der Pipeline-Reparatur und der damit verbundenen Forderungen wird die europäische Energiesicherheitsdebatte weiterhin prägen.


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