Ukrainisches Parlament plant drastische Erhöhung der Bußgelder bei Geschwindigkeitsverstößen.
Neue Strafen für Verkehrssünder: Kiewer Abgeordnete schnüren schärferes Regelwerk
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine zeichnet sich eine deutliche Verschärfung der Sanktionen für zu schnelles Fahren ab. Die Werchowna Rada, das nationale Parlament, hat einen Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht, der die Geldstrafen bei Geschwindigkeitsübertretungen massiv anheben soll. Der offizielle Titel des Vorhabens lautet: 'Über Änderungen des Gesetzbuches der Ukraine über Ordnungswidrigkeiten zur Verschärfung der Haftung für Handlungen, die zu Verletzungen und Todesfällen im Straßenverkehr führen'.
Der Entwurf sieht eine gestaffelte Erhöhung der Strafzahlungen vor. Konkret sollen Autofahrer künftig mit folgenden Beträgen rechnen müssen:
- Bei einer Überschreitung von mehr als 20 km/h: 680 Hrywnja;
- Bei einer Überschreitung von mehr als 40 km/h: 2040 Hrywnja;
- Bei einer Überschreitung von mehr als 60 km/h: 2720 Hrywnja;
- Bei einer Überschreitung von mehr als 80 km/h: 3400 Hrywnja;
Eine besonders hohe Sanktion droht notorischen Rasern: Wer innerhalb eines Jahres fünfmal oder öfter geblitzt wird, soll mit einer Strafe von 17000 Hrywnja belegt werden.
Die Abgeordnete Olga Wassylewska-Smahljuk von der Regierungspartei 'Diener des Volkes' befürwortet die Neuregelung. Sie argumentiert, dass die Maßnahmen dazu beitragen sollen, die Zahl der Verkehrsunfälle zu senken und die Sicherheit auf ukrainischen Straßen zu erhöhen. Dies ist besonders relevant, da die Verkehrsunfallstatistik in der Ukraine seit Jahren hohe Opferzahlen aufweist.
Umweltschutz und Rechtsstaatlichkeit: Weitere Initiativen im Parlament
Parallel zu den Verkehrsstrafen sind in der Rada weitere Gesetzesinitiativen registriert, die auf eine allgemeine Verschärfung der Rechtslage abzielen. So wird eine Erhöhung der Höchststrafe für Umweltvergehen auf bis zu zehn Jahre Haft diskutiert. Gleichzeitig sind strengere Regeln für Militärverwaltungen (TZK) geplant: Für rechtswidrige Freiheitsentziehungen sollen künftig bis zu zwölf Jahre Haft verhängt werden können. Diese parallelen Vorstöße unterstreichen das Bestreben des Gesetzgebers, die Verantwortlichkeit für Vergehen, die die Sicherheit der Bürger gefährden, deutlich zu erhöhen.
Sollte das Gesetzespaket final verabschiedet werden, könnte dies die Situation auf den Straßen des Landes spürbar verändern. Die drastisch erhöhten Bußgelder dienen nicht nur der Bestrafung, sondern sollen vor allem abschreckend wirken und Verkehrsverstöße im Vorfeld verhindern. Die zusätzlichen Vorhaben im Bereich Umwelt- und Freiheitsrechte zeigen, dass die Regierung die Sicherheit und den Schutz der Bürger in verschiedenen Lebensbereichen verbessern möchte.
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