Zelenskyj in Davos: Europas Sicherheitsversagen bleibt unverändert.
Europas Untätigkeit im Fokus der Kritik
Nach Angaben von Novyny.live: Beim Weltwirtschaftsforum in Davos am 22. Januar übte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj scharfe Kritik an der europäischen Sicherheitspolitik. Er stellte klar, dass sich seit seiner Rede vor einem Jahr nichts Wesentliches verbessert habe. Europa müsse endlich lernen, sich selbst zu verteidigen, und die Fähigkeit dazu entwickeln, forderte er. Die europäische Sicherheitsarchitektur steht seit Jahren unter Druck, doch konkrete Antworten bleiben aus.
Besorgt äußerte sich Selenskyj auch über das fehlende Engagement Europas bei der Einrichtung eines Tribunals gegen Wladimir Putin.
„Ein Jahr ist vergangen – und nichts hat sich geändert. Ich muss wieder dieselben Worte sagen“,erklärte er. Der ukrainische Staatschef warf die entscheidende Frage auf:
„Was fehlt? Zeit oder politischer Wille? Zu oft scheint in Europa immer etwas anderes dringlicher zu sein als Gerechtigkeit.“
Falsche Signale an die Gegner
In seiner Ansprache betonte Selenskyj, wie wichtig die Botschaften sind, die Staaten durch ihre Handlungen senden. Er hinterfragte symbolische Aktionen scharf:
„Wenn man 30 oder 40 Soldaten nach Grönland schickt – wozu? Welche Botschaft steckt dahinter? Welches Signal sendet das an Putin und China?“Diese rhetorische Frage unterstrich seine Kritik an der unzureichenden und teils widersprüchlichen Reaktion Europas auf die Bedrohungen für den Kontinent.
Berichten zufolge kam Selenskyj während des Forums auch mit dem US-Präsidenten Donald Trump zusammen. Dieses Treffen unterstrich die anhaltende Bedeutung der internationalen Unterstützung für die Ukraine angesichts der aktuellen Herausforderungen.
Die Rede von Wolodymyr Selenskyj in Davos spiegelt die wachsende Besorgnis der Ukraine über die europäische Sicherheitslage wider, insbesondere im Kontext des russischen Angriffskrieges. Die anhaltende Untätigkeit der europäischen Länder könnte nicht nur für die Ukraine, sondern für die Stabilität des gesamten Kontinents schwerwiegende Folgen haben. Die Worte des Präsidenten machen deutlich, dass eine aktivierte internationale Unterstützung, insbesondere aus den USA, für die künftige Gestaltung der Sicherheitsstrategien in der Region entscheidend sein wird.
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