Neue russische Rakete «Oreschnik»: Warum das sowjetische Original den USA in der Genauigkeit unterlag.

Neue russische Rakete «Oreschnik»: Warum das sowjetische Original den USA in der Genauigkeit unterlag
Neue russische Rakete «Oreschnik»: Warum das sowjetische Original den USA in der Genauigkeit unterlag

Nach Angaben von ТСН: Die moderne russische Rakete «Oreschnik» ist das Ergebnis sowjetischer Entwicklungen aus den 80er Jahren, die nicht mit den amerikanischen Technologien konkurrieren konnten. Analyst Alexey Yzhak erklärte, warum die Stärke der UdSSR nicht mit der Genauigkeit der USA Schritt halten konnte.

Historischer Kontext

Der technische Vorgänger der Mittelstreckenrakete «Oreschnik» ist die sowjetische RSD-10 «Pionier». In den 1980er Jahren verlor sie den strategischen Wettkampf gegen die amerikanische Rakete Pershing II, die dank ihrer Genauigkeit effektiver war, selbst wenn «Pionier» bessere formale Eigenschaften wie eine größere Reichweite und ein schwerer Sprengkopf hatte.

Die sowjetische Führung erkannte eine gewisse Parität in den Kampffähigkeiten beider Raketen, was zu einer Vereinbarung über die Beseitigung von Mittelstreckenraketen führte – dies war einer der Schritte zum Niedergang der UdSSR.

Raketenmerkmale

RSD-10 «Pionier» hatte eine Startmasse von etwa 37 Tonnen, von denen etwa 26,6 Tonnen die erste Stufe und 8,5 Tonnen die zweite Stufe ausmachten. Die Reichweite lag zwischen 600 und 5000 km, bei einer Genauigkeit von 550 Metern bei einer kreisförmigen statistischen Abweichung. Im Monoblock-Kopf-Varianten betrug die Leistung bis zu 1 Megatonne, während es im Dreiblöcke-Varianten 150 Kilotonnen pro Block betrug.

Pershing II war deutlich kompakter: Die Startmasse betrug 7,49 Tonnen, was sogar weniger ist als das Gewicht der zweiten Stufe der «Pionier». Die maximale Reichweite betrug 1770 km und die Genauigkeit nur 30 Meter. Die Leistung ihres nuklearen Sprengkopfes betrug 80 Kilotonnen, und das Gewicht lag bei etwa 270 kg.

Trotz ihrer kleineren Abmessungen erwies sich die Pershing II in Kampfsituationen als viel effektiver. Der entscheidende Faktor war die Physik der Explosion, bei der die Genauigkeit der Zündung und das Näherkommen zum Ziel wichtiger waren als die Sprengladung selbst.

Schlussfolgerungen

Schätzungen der Zerstörungskraft der Raketen zeigen, dass die RSD-10 «Pionier» einen Wert von 0,13 konventionellen Einheiten hatte, während die Pershing II 0,79 erreichte. Dies bestätigt, dass die amerikanische Rakete eine höhere Wahrscheinlichkeit hatte, gut geschützte Ziele zu zerstören, insbesondere wichtige Kommandopunkte.

Es sollte auch angemerkt werden, dass die Analyse von Trümmern der «Oreschnik», die von Russland im Angriff auf Dnipro eingesetzt wurde, Teile aus dem Jahr 2017 offenbarte, was die Aussagen über eine «neuartige Entwicklung» widerlegt. Experten identifizierten diese Waffe ebenfalls als ein altes Modell der RSD-26 «Rubizh», deren Entwicklung Anfang der 2010er Jahre begann.

Zudem bemerkte der selbsternannte Präsident von Weißrussland, Alexander Lukaschenko, dass Russland die Möglichkeit hatte, mit der Rakete «Oreschnik» einen Schlag auf die Residenz des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu führen, jedoch wies Putin die Vorschläge zur Angriffe auf Entscheidungszentren zurück.

Somit zeigen die modernen Entwicklungen Russlands, wie das technische Erbe der sowjetischen Zeit die militärischen Fähigkeiten des Landes beeinflusst. Trotz erheblicher Ressourcen und Anstrengungen zur Modernisierung der Arsenale bleibt, wie im Vergleich mit den amerikanischen Technologien zu sehen ist, noch Raum für Verbesserungen. Diese Faktoren könnten in künftigen Konflikten und Verteidigungsstrategien, die in der Region durchgeführt werden, von großer Bedeutung sein.


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