Iran weist Vorwürfe nach Drohnenangriff auf Aserbaidschan zurück.
Zwei Drohnen treffen Nachitschewan
Nach Angaben von TSN.ua: Bei einem Angriff mit unbemannten Flugkörpern auf die aserbaidschanische Exklave Nachitschewan wurden am 5. März zwei Zivilisten verletzt. Eine Drohne traf das Terminalgebäude des Flughafens, eine weitere stürzte nahe einer Schule im Dorf Schekerabad ab. Der iranische Präsident Massoud Peseschkian bestritt in einem Telefonat mit seinem aserbaidschanischen Amtskollegen Ilham Aliyev jegliche Verantwortung seines Landes für den Vorfall. Die Region Nachitschewan grenzt unmittelbar an den Iran.
Als Reaktion rief Aserbaidschan die Alarmstufe "Mobilmachung Nr. 1" aus. Das Kommando der Streitkräfte erließ einen dringenden Befehl zur Verstärkung der Verteidigung entlang der über 700 Kilometer langen Grenze.
Massoud Peseschkian: 'Der Luftangriff auf Nachitschewan hat nichts mit dem Iran zu tun… Der Vorfall wird untersucht.'
Präsident Ilham Aliyev forderte seinerseits von den iranischen Behörden Aufklärung: 'Die aserbaidschanische Seite muss von den iranischen Amtsträgern eine Erklärung erhalten, es müssen Entschuldigungen ausgesprochen werden, und diejenigen, die diesen Terrorakt begangen haben, müssen strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.' Der Vorfall löste in der Region erhebliche Besorgnis aus und führte zu sofortigen militärischen Vorkehrungen in Aserbaidschan.
Eskalation der Spannungen befürchtet
Der Drohnenangriff unterstreicht die wachsenden Spannungen in einer ohnehin konfliktreichen Region. Die kategorische Zurückweisung des Irans und die scharfen Forderungen Aserbaidschans könnten zu einer weiteren diplomatischen Verhärtung führen. Die bereits eingeleiteten umfangreichen Verteidigungsmaßnahmen Aserbaidschans deuten darauf hin, dass man sich auf eine mögliche Verschlechterung der Sicherheitslage einstellt. Solche Vorfälle bergen stets das Risiko einer unkontrollierten Eskalation zwischen Nachbarstaaten.
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