Urteil in Kiew: Falsche Gesundheitsbescheinigung führt zu hoher Geldstrafe.

Urteil in Kiew: Falsche Gesundheitsbescheinigung führt zu hoher Geldstrafe
Urteil in Kiew: Falsche Gesundheitsbescheinigung führt zu hoher Geldstrafe

Prozess gegen Betrüger in Kiewer Stadtbezirk

Nach Angaben von TSN.ua: Ein Kiewer Bürger muss eine hohe Geldstrafe zahlen, weil er eine gefälschte Bescheinigung einer Medizinisch-Sozialen Expertenkommission (MSEC) vorgelegt hatte. Das Darnyzkyj Bezirksgericht der Hauptstadt verurteilte den Mann, der mit dem Dokument unrechtmäßig staatliche Leistungen erschleichen und während des Kriegsrechts ausreisen wollte. Der Verurteilte hatte ursprünglich seine Invalidität der Gruppe II in einer Zweigstelle des Donezker Regionalzentrums für Krankheitskontrolle und -prävention des Gesundheitsministeriums in Dobropillja attestieren lassen.

Am 28. Juni 2024 beantragte der Mann daraufhin beim Ukrainischen Rentenfonds eine Invalidenrente in Höhe von 2361 Hrywnja. Nur wenige Wochen später, am 12. Juli 2024, versuchte er, im Sozialschutzamt der Podilsk Bezirksstaatsverwaltung in Kiew eine zusätzliche staatliche Unterstützung zu beantragen. Im Laufe der Ermittlungen gestand der Angeklagte seine Schuld und schloss eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft.

Zahlung an Armee und Gerichtsurteil

Als Teil dieser Vereinbarung überwies der Verurteilte 50.000 Hrywnja an die Bedürfnisse der Streitkräfte der Ukraine. Das Gericht sprach ihn schließlich wegen dreier Straftatbestände des Strafgesetzbuches schuldig: versuchter Betrug sowie Herstellung und Gebrauch gefälschter Dokumente. Die endgültige Strafe beträgt eine Geldbuße in Höhe von 3000 steuerfreien Mindesteinkommen, was 51.000 Hrywnja entspricht. Zusätzlich wurde sein Mobiltelefon der Marke 'Samsung A05s' konfisziert.

Hintergrund des Betrugsversuchs war laut Gericht der Wunsch des Mannes, durch eine Frührente der Mobilmachung zu entgehen. Dieser Fall zeigt die schwerwiegenden Konsequenzen auf, die Manipulationen an staatlichen Systemen gerade in Kriegszeiten nach sich ziehen.

Das Urteil unterstreicht die Notwendigkeit der Rechtsstaatlichkeit, insbesondere unter Kriegsrecht, wenn staatliche Ressourcen vorrangig der Armee und der Stabilität des Landes zugutekommen müssen.

Es demonstriert zudem die wachsamen Aktivitäten der Strafverfolgungsbehörden im Kampf gegen Vergehen auf Kosten des Staates und dürfte eine abschreckende Wirkung auf andere potenzielle Täter haben.


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