Oschadbank-Kunden droht Sperrung: Letzte Frist für Video-Identifikation im Juni 2026.
Oschadbank: Video-Identifikation wird zur Pflicht
Nach Angaben von Novyny.live: Kunden der ukrainischen Oschadbank müssen bis zum 1. Juli 2026 eine Video-Identifikation durchführen. Wer diese Frist versäumt, dem droht die vorübergehende Einstellung von Auszahlungen. Besonders betroffen sind Rentner – vor allem jene, die in nicht von der Regierung kontrollierten Gebieten leben. In einigen Fällen wurden Karten bereits gesperrt, was den Zugang zu dringend benötigten finanziellen Mitteln erheblich erschwert.
Bereits im April 2026 waren die Kunden aufgefordert, ihre Daten zu aktualisieren. Die Gültigkeit der Zahlungskarten der Oschadbank wurde jedoch bis Ende Juni 2026 verlängert. Diese Verlängerung erfolgt automatisch für alle Karten, deren Gültigkeit ab Februar 2022 abgelaufen ist. Trotz dieser Maßnahmen gibt es immer wieder Rentner, die bei der Video-Identifikation auf Hindernisse stoßen.
„Meine alten Eltern leben in den nicht kontrollierten Gebieten. Sie müssen die Verifikation durchführen, weil ihre Karte abgelaufen ist. Wir haben es schon dreimal versucht, aber sie schaffen es nicht, weil:
- Es gibt viel zu viele und unverständliche Schaltflächen. Während ein 75-jähriger Mensch das liest und drückt, heißt es bereits ‚Zeit abgelaufen‘.
- Dasselbe Problem.
- Wir haben eine junge Nachbarin gerufen, die technisch helfen sollte, die Verbindung herzustellen. Das Video lief, Oma sah sich selbst, der Stream funktionierte – aber auf der anderen Seite war Stille. Und wieder: ‚Zeit abgelaufen‘.“
- unbekannter Verfasser.
Barrierefreiheit bei Bankdienstleistungen wird zum Problem
Obwohl die Gültigkeit der Karten verlängert wurde, bleibt die Video-Identifikation eine kritische Hürde für viele Kunden der Oschadbank. Dies betrifft insbesondere Rentner, die bei der Verifizierung auf technische oder verständliche Schwierigkeiten stoßen. Die Bank rät allen Betroffenen, bei Problemen mit der Prozedur Hilfe zu suchen.
Der Fall zeigt deutlich, wie wichtig der barrierefreie Zugang zu Bankdienstleistungen für schutzbedürftige Gruppen ist. Gerade Rentner sind oft mit technologischen Hürden konfrontiert. Wenn die Video-Identifikation scheitert, kann das zu ernsthaften finanziellen Engpässen führen – besonders für Menschen, die auf ihre Rente angewiesen sind und in Regionen mit eingeschränktem Servicezugang leben. Die Oschadbank sollte daher die Bedürfnisse ihrer Kunden stärker berücksichtigen und unterstützende Mechanismen entwickeln, um den Verifizierungsprozess zu vereinfachen.
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